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Waldbrände haben sich mehr als verdoppelt

307 Brände gab es in diesem Jahr in Brandenburg.
307 Brände gab es in diesem Jahr in Brandenburg.
Patrick Pleul

Wenn es heiß ist und trocken, dann genügt oft ein Funke. Allein in diesem Jahr sind durch Feuer 320 Hektar Wald geschädigt worden. Zum Vergleich: 2014 waren es knapp 28.

In Brandenburgs Wäldern hat es im laufenden Jahr deutlich häufiger gebrannt als 2014. "Es gab 307 Brände, bei denen 320 Hektar geschädigt wurden", sagte eine Sprecherin des Ministeriums für Landwirtschaft in Potsdam. Im Vorjahr zählte die Behörde nur knapp 120 Waldbrände und 27,4 Hektar.

Als Waldbrandsaison gelten die Monate von März bis September. Hitze und Trockenheit sorgten vor allem im Juli und August für viele Brände. Die Gefahrenstufen reichen von eins ("sehr geringe Gefahr") bis fünf ("sehr hohe Gefahr").

In diesem Jahr waren bei drei großen Bränden allein etwa 200 Hektar betroffen. Die Feuer loderten auf der Militärbrache "Altes Lager" bei Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming. Dort war die Feuerwehr im August tagelang im Großeinsatz. Sonnenschein und Hitze fachten die Flammen immer wieder an. Erst ein Starkregen sorgte für Entspannung. Ein Drittel der Brandenburger Landesfläche, rund 1,1 Millionen Hektar, sind Waldgebiete. Dort ist jedes offene Feuer verboten. Die Wälder werden mit mehr als hundert Kameras überwacht, die jede Rauchentwicklung registrieren.