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Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt

Hohe bis höchste Warnstufe gilt derzeit in einigen Teilen der Mark. Das Verlassen der Waldwege ist mancherorts verboten.

Eine unbedacht weggeworfene Zigarette kann einen Waldbrand auslösen.
Patrick Pleul

Die Folgen des Hochwassers sind noch nicht alle weggeräumt, da steigt im Land die Waldbrandgefahr. In Teltow-Fläming gelte seit Donnerstag die höchste Warnstufe (IV), in Dahme-Spreewald Stufe III (hohe Waldbrandgefahr), teilte der Landesbetrieb Forst mit. Nur in der Prignitz hat die Waldbrandgefahr noch kein Warnniveau erreicht.

In der Uckermark gilt laut brandenburgischem Landwirtschaftsministerium noch Warnstufe II - also erhöhte Waldbrandgefahr.

Laut Landesbetrieb werden jetzt die brandenburgischen Wälder eng überwacht. Dafür sind auf hohen Gebäuden, Türmen und Masten insgesamt 109 Kameras im Einsatz. 2012 wurden 235 Waldbrände gemeldet. In diesem Jahr hat es bereits 34-mal gebrannt.

Bei Waldbrandwarnstufe IV gilt im Land Brandenburg:

  • Das Betreten des Waldes ist verboten (ausgenommen Waldbesitzer zur Ausübung angewiesener forstlicher Arbeiten und zur Jagd). 
  • Auf Straßen und Parkplätzen in und am Wald besteht Parkverbot.

Bei Waldbrandwarnstufe III gilt im Land Brandenburg:

  • Die unteren Forstbehörden können ab Waldbrandwarnstufe III Wälder für das Betreten sperren, wenn es zum Schutz des Waldes oder der Besucher notwendig ist.
  • Die jeweilige Einzelfallentscheidung sowie die Information der Bevölkerung erfolgt durch die zuständige untere Forstbehörde.

Achtung: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

Wer "gesperrte" Wäldflächen betritt - ohne sich sachkundig zu machen - macht sich genauso strafbar wie derjenige, der dies wissentlich tut.

 

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