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Warum Brandenburger Probleme im polnischen Verkehr haben

Wer polnischen Polizisten nicht unangenehm auffallen will, sollte die besonderen Verkehrsregeln des Landes kennen.
Wer polnischen Polizisten nicht unangenehm auffallen will, sollte die besonderen Verkehrsregeln des Landes kennen.
Patrick Pleul

Ob zum Tanken oder Einkaufen: Die polnische Grenzregion ist für viele Brandenburger ein beliebtes Ziel für Kurzausflüge. Autofahrer sollten jedoch einige Besonderheiten beachten.

Deutsche Autofahrer verstoßen häufig gegen das polnische Verkehrsrecht, wie das Amt Gartz (Oder) mitteilte. Der Grund sei oft Unwissenheit über die Besonderheiten der polnischen Verkehrsordnung.

„Der häufigste Verstoß der deutschen Kraftfahrer in Polen ist das Fahren ohne Licht“, hieß es. Denn in Polen ist – anders als in Deutschland – das ganztägige und ganzjährige Fahren mit Abblendlicht beziehungsweise Tagfahrlicht gesetzlich vorgeschrieben. Der Verstoß wird in der Regel in Polen mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Zloty (knapp 25 Euro) geahndet.

Es gibt weitere Unterschiede zwischen deutscher und polnischer Straßenverkehrsordnung. So liegt die Promillegrenze hierzulande bei 0,5 Promille, in Polen bei 0,2 Promille. Auch bei den zulässigen Höchstgeschwindigkeiten gibt es andere Regelungen: Auf polnischen Landstraßen etwa beträgt die Höchstgeschwindigkeit für Autofahrer 90 Stundenkilometer, auf Autobahnen 140 km/h. Innerorts liegt die Höchstgeschwindigkeit wie in Deutschland bei 50 km/h. Zwischen 23 und 5 Uhr darf in polnischen Orten aber sogar bis zu 60 km/h schnell gefahren werden.