1700 Anlieger evakuiert

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Weltkriegsbombe mitten in Potsdam entschärft

Sprengmeister Mike Schwitzke leistete wieder mal gute Arbeit.
Sprengmeister Mike Schwitzke leistete wieder mal gute Arbeit.
Ralf Hirschberger

In der Landeshauptstadt müssen oft Hunderte Menschen wegen Munitionsfunden ihre Wohnungen verlassen. Bei der 153. Bombe seit 1990 ging alles glatt.

In Potsdam ist eine Weltkriegsbombe in der Nähe des Regierungsviertels entschärft worden. Ohne Probleme habe am Donnerstag ein Sprengmeister am ehemaligen Landtagsgebäude auf dem Brauhausberg den 250-Kilo-Blindgänger unschädlich gemacht, teilte ein Stadtsprecher mit.

Im evakuierten Sperrkreis befanden sich die Staatskanzlei und mehrere Ministerien der Landesregierung. Viele der 500 Mitarbeiter hatten nach Angaben eines Sprechers des Bildungsministeriums einen Heimarbeitstag.

1700 Anlieger, die am Morgen wegen der Bombenentschärfung ihre Wohnungen verlassen mussten, konnten nach Abschluss der Aktion wieder zurückkehren. Von der Räumung des Brauhausbergs waren auch mehr als 1000 Mitarbeiter des „Wissenschaftsparks Albert Einstein“ betroffen. Die Bewohner eines Pflegeheimes wurden zeitweise in einem Notquartier untergebracht.

Die US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei einer von Anwohnern beantragten Erkundung entdeckt worden. Etwa 190 Helfer von Feuerwehr, Polizei und Stadtverwaltung waren im Einsatz. Nach Zählung der Stadtverwaltung war es der 153. Blindgänger, der seit 1990 in Potsdam unschädlich gemacht werden musste.