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Wie sieht die Zukunft der ländlichen Regionen aus?

Die Uckermark verfügt über schön restaurierte Städte, leidet aber unter Bevölkerungsrückgang.
Die Uckermark verfügt über schön restaurierte Städte, leidet aber unter Bevölkerungsrückgang.
Patrick Pleul

Seit Jahren kämpfen Kreise wie die Uckermark mit dem demografischen Wandel. Gefragt sind Antworten jenseits der Schließung von Schulen und Personalabbau.

Welche Zukunft hat der ländliche Raum in Brandenburg? Über diese Frage soll eine neue Enquetekommission des Potsdamer Landtags beraten, die voraussichtlich in der Juni-Sitzung des Landesparlaments beschlossen werden soll. Das Gremium, das sowohl aus Politikern der sechs Fraktionen und Gruppen des Landtags als auch aus unabhängigen Experten bestehen soll, soll im Herbst seine Arbeit aufnehmen. Erster Vorsitzender wird der Großräschener SPD-Politiker Wolfgang Roick. „Es soll um Daseinsvorsorge, Wertschöpfung und Siedlungsstrukturen gehen“, sagte Roick am Donnerstag.

Die Initiative zur Einsetzung der Kommission hatten ursprünglich die CDU und die Grünen. Mittlerweile wird der Vorschlag auch vom Regierungslager sowie der Gruppe der Freien Wähler unterstützt. „Als Uckermärker kann ich jeden Tag hautnah erleben, dass der Geburtenrückgang und der Wegzug junger Familien für den ländlichen Raum eine riesige Herausforderung darstellen“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann. „Bisher war die Antwort der Verwaltung eigentlich immer, dass man immer nur die Infrastruktur abgebaut hat.“ Das gehe soweit, dass es für Landesstraßen in dünn besiedelten Regionen gar keine Investitionen mehr gebe.

„Ich glaube, es ist wichtig, dass wir uns in der Politik auch ausführlich darüber beraten, wie man mit anderen, intelligenteren Lösungen auf diese demografischen Veränderungen reagieren kann“, so Wichmann. Konkrete Vorschläge sollen bereits in einem Zwischenbericht im Jahr 2017 vorgelegt werden.