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Neuer fremdenfeindlicher Vorfall

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Wieder Hund auf Ausländer gehetzt

ARCHIV - ILLUSTRATION - Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet am 11.09.2014 in Frankfurt (Oder) (Brandenburg). Foto: Patrick Pleul/dpa (zu dpa "Polizei in Ostprignitz-Ruppin braucht nach Notruf am längsten" vom 28.11.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Die Suche nach den mutmaßlichen Tätern gestaltet sich schwierig.
Patrick Pleul

Zwei Männer sollen am Freitag in Berlin-Lichtenberg ihren Pitbull auf einen Türken und seine Begleiterin gehetzt haben. Von den Tätern fehlt jedoch bislang jede Spur.

Am Freitagabend sollen zwei Männer vor einem Café in der Margaretenstraße in Berlin-Lichtenberg den 36-Jährigen und seine deutsch-türkische Begleiterin fremdenfeindlich beleidigt haben. Laut Polizei packte einer der Männer die 56-Jährige danach am Hals und stieß sie zu Boden. Dann gab einer der Täter dem Hund – laut Zeugen ein Pitbull – den Befehl, den 36-Jährigen zu beißen, was dieser auch getan habe. Passanten eilten dem Verletzten zu Hilfe und alarmierten die Polizei. Daraufhin sei das Duo geflüchtet. Die Suche nach zwei Männern gestaltet sich jedoch schwierig. Wie die Polizei am Montag auf Anfrage mitteilte, liegen keine Personenbeschreibungen zu den beiden Männer vor. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz ermittelt.

In Friedland wurden Hunde auf zwei Afrikaner gehetzt

Ein ähnlicher Fall ereignete sich am Donnerstagabend am Mühlenteich in Friedland (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Dort hatte eine alkoholisierte Gruppe von Deutschen zwei vorbeikommenden Afrikanern zunächst die Hunde hinterhergehetzt und sie dann noch geschlagen. Die beiden 26-jährigen Eritreer erlitten leichte Verletzungen, wie die Polizei nach dem Angriff mitteilte. Die Angreifer hatten auch nach dem Eintreffen der Polizei noch „Scheiß Ausländer“ und „Ihr seid keine Deutschen“ in Richtung der Afrikaner gerufen. Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, reagierte unterdessen bestürzt auf diesen „offensichtlich fremdenfeindlichen Vorfall” und forderte, dass die Verantwortlichen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zur Rechenschaft gezogen werden.

Ein Reporter des Nordkurier hat bereits mit den Angreifern und Opfern gesprochen. Zwei der mutmaßlichen Täter hätten sich bereits bei den Afrikanern für den Vorfall entschuldigt.