Die betroffene Brücke der B96. Nordkurier
Die Fahrbahn der betroffenen Brücke. Nordkurier
Die Mühlenbrücke in Fürstenberg ist bereits saniert worden. Nun ist die Schleusenbrücke dran.
Die Mühlenbrücke in Fürstenberg ist bereits saniert worden. Nun ist die Schleusenbrücke dran. Doch auch wenige Kilometer weiter südlich geht es einem maroden Bauwerk an den Kragen. Susanne Böhm (Archivbild)
NK-Grafik
Bauarbeiten

Wieder marode Brücke auf der B96

Das Bauen auf der B96 zwischen Neubrandenburg und Berliner Autobahnring nimmt kein Ende. Eine weitere Brücke ist marode – eine provisorische muss her. Bauzeit: zwei Jahre.
Fürstenberg

Die Anbindung des Nordostens an den Raum Berlin wird in den kommenden Jahren zusätzlich erschwert. Vor allem der Zustand der Brücken auf der B96 wird zum Problemfall: Nach der Schleusenbrücke in Fürstenberg steht jetzt wenige  Kilometer südlich ein weiteres Bauwerk auf der Mängelliste. Erwischt hat es die Brücke über die Bahnstrecke Berlin-Rostock in der Nähe der Ortschaft Drögen. Die Brücke befinde sich in einem schlechten Zustand und könne nicht saniert werden, begründete der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg den anstehenden Abriss.

Bauzeit bis 2025

Die Behörde lässt keine Zeit verstreichen: Schon in diesen Tagen würden die Vorarbeiten für die Fällung von Bäumen beginnen, die bis Ende Februar abgeschlossen werden solle. Damit werde das Baufeld für die geplante Behelfsbrücke freigemacht. Nach derzeitigem Stand werde voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2023 mit der Errichtung der Behelfsbrücke begonnen. In der Bauzeit bis voraussichtlich 2025 seien keine Vollsperrungen der B96 vorgesehen. Für die Herstellung der neuen Straßenanschlüsse müssten kurzzeitig einspurige Behelfsumfahrungen geplant werden. Hier sei eine Ampelregelung vorgesehen.

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Im Anschluss an den Bau der Behelfsbrücke werde die alte Brücke abgerissen, so der Landesbetrieb. Der Bahnverkehr solle nicht unterbrochen werden. Das mache vorbereitende Arbeiten an den Gleis- und Oberleitungsanlagen erforderlich.

Die Errichtung der Behelfsbrücke stehe nicht im Zusammenhang mit der geplanten Ortsumgehung Fürstenberg. Die Behelfsbrücke werde in neuer Lage errichtet und biete die Option, in die spätere Planung der Ortsumfahrung eingebunden zu werden. Mit Blick auf die Ortsumgehung sei noch nicht entschieden, wo und wann die Behelfsbrücke durch einen Neubau ersetzt werde.

In Fürstenberg wird auch gebaut

Derzeit laufen innerhalb von Fürstenberg die Vorbereitungen für Abriss- und Neubau der ebenfalls maroden Schleusenbrücke. Bisherigen Planungen des Landesbetriebs Straßenbau zufolge soll noch in diesem Jahr im Ort mit dem Bau einer Behelfsbrücke begonnen werden. In der Bauphase sei mit Einschränkungen des Verkehrs zu rechnen, heiß es. Wegen der eingeschränkten Tragfähigkeit der Schleusenbrücke müsse die Fahrer schwerer Lkw derzeit eine lange Umleitungstrecke über Templin und Lychen in Kauf nehmen.

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In der Vergangenheit waren bereits die Mühlenbrücke in Fürstenberg und eine Brücke zwischen Gransee und Fürstenberg ersetzt worden. Der gesamte Ausbau der über 100 Kilometer langen Strecke von der A20 bis zum Berliner Ring ist mit Ausnahme der Ortsumgehungen Neustrelitz, Oranienburg und Neubrandenburg nicht über Planungsarbeiten hinaus gekommen.

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