Protest geplant
Wölfe in Brandenburg rissen 2018 mehr als 200 Nutztiere

Im Jahr 2018 sind nach Angaben des Brandenburger Landwirtschaftsministeriums bislang 110 Schafe, 21 Ziegen, 57 Stück Gatterwild, 52 Kälber und ein Pferd von Wölfen gerissen worden.
Im Jahr 2018 sind nach Angaben des Brandenburger Landwirtschaftsministeriums bislang 110 Schafe, 21 Ziegen, 57 Stück Gatterwild, 52 Kälber und ein Pferd von Wölfen gerissen worden.
Julian Stratenschulte

Schafe, Ziegen, Gatterwild, Kälber und ein Pferd: Das Agrarministerium in Potsdam hat Zahlen zu Wolfsrissen vorgelegt. Aber auch andere Raubtiere schlugen bei Nutztieren zu.

Im Jahr 2018 sind nach Angaben des Brandenburger Landwirtschaftsministeriums bislang 110 Schafe, 21 Ziegen, 57 Stück Gatterwild, 52 Kälber und ein Pferd von Wölfen gerissen worden. Das geht aus der Antwort von Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger auf eine kleine Anfrage der fraktionslosen Abgeordneten Iris Schülzke hervor, die den Uckermark Kurier vorliegt.

In die Statistik eingeschlossen sind Rissmeldungen, bei denen der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden konnte. Risse durch andere Raubtiere sind dagegen marginal: So wurden neun Schafe in Brandenburg von einem Luchs gerissen, der zuvor aus einem Tiergehege ausgebrochen war. Ein Schaf fiel einem Fuchs zum Opfer, zwei weitere streunenden Hunden. Für den 10. November planen unterdessen verschiedene Landnutzerorganisationen eine Demonstration in Potsdam, um auf die Wolfsproblematik aufmerksam zu machen.

Kommentare (2)

100 Huehner ernaehren sich von alleine - von 200 Nutztieren kann man sich schon eine gute Existenz aufbauen

Wurde auch festgestellt, oder in irgendeiner Form ermittelt, wieviele der gerissenen Tiere nicht den erforderlichen Schutzmaßnahmen gegen den Wolf zum Opfer fielen? Relativiert sich dann die Aussage zur popolistischen Stimmungsmache oder interessiert das den Herrn Lassiwe nicht?