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Südbrandenburg

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Wolf reißt Kalb im Stall

In Südbrandenburg hat ein Wolf ein zwei Tage altes Kalb gerissen.
In Südbrandenburg hat ein Wolf ein zwei Tage altes Kalb gerissen.
Ingo Wagner

In Südbrandenburg hat ein Wolf ein zwei Tage altes Kalb in einem Mutterkuhstall gerissen. Für einen Politiker in MV ist jetzt eine Grenze erreicht.

Dass Wölfe in Brandenburg Schafe und Rinder auf Weiden attackieren, ist nichts Neues. Daran haben sich Tierhalter längst gewöhnt. Doch jetzt traute sich das Raubtier sogar in einen Mutterkuhstall. Im südbrandenburgischen Lindenau hat ein Wolf jetzt ein erst zwei Tage altes Kalb gerissen. Damit erreichen die Übergriffe auf Nutztiere eine neue Qualität.

Ralf Borschke, der agrarpolitische Sprecher der Bürger für Mecklenburg-Vorpommern (BMV), fordert die Landesregierung jetzt zum Handeln auf. „Wer immer noch der Meinung ist, man könnte sich vor Wolfsangriffen schützen, der wird in diesem Fall eines Besseren belehrt”, sagte Borschke.

Dringend müsse der Wolfsbestand in Deutschland reguliert werden. Mit anderen Worten: Der Fraktionsgeschäftsführer der BMV fordert, dass der Wolf abgeschossen wird. „Es nützt nichts, wie Rumpelstilzchen um das Feuer zu hüpfen und damit die Probleme noch weiter anzufachen”, kritisierte er die Landesregierung.

Tierpfleger trifft auf Wolf im Stall

Ein Wolf ist nachts in den Stall einer Agrargenossenschaft in Lindenau mit insgesamt 250 Mutterkühen und knapp 100 Kälbern eingedrungen. Dort riss er ein zwei Tage altes Kalb. Der Stall liegt am Dorfrand, in unmittelbarer Nähe zu bewohnten Häusern.

Der Wolf soll morgens noch im Stall gewesen sein, als ihn der Tierpfleger betreten hat, wie die Lausitzer Rundschau berichtet. Anschließend sei der Wolf geflüchtet; die Kühe sollen unruhig gewesen sein und hätten gebrüllt. Eine Blutspur mit zerstreuten Innereien und das tote Kalb seien zurückgeblieben.