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Bürger sollen Gewässer weiter nutzen können

Brandenburg will weitere Seen vom Bund kaufen. Es werde erneut eine „Paketlösung“ angestrebt, teilte das Finanzministerium mit. Das Ressort verhandele ...

Brandenburg will weitere Seen vom Bund kaufen. Es werde erneut eine „Paketlösung“ angestrebt, teilte das Finanzministerium mit. Das Ressort verhandele über 36 Gewässer mit einer Gesamtfläche von rund 570Hektar mit der Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG).Dabei gehe es auch um denBlankenburger See in der Uckermark.

Überdies werde über Seen geredet, die jeweils kleiner als fünf, aber größer als ein Hektar sind und keine Fließgewässer sind. Diese kleineren Seen waren bei den Verhandlungen zum ersten „Seenpaket“ zunächst ausgenommen worden.
Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov: „Wir führen die Verhandlungen mit dem Ziel, auch für diese Seen eine Privatisierung zu verhindern und zu erreichen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Gewässer nutzen können.“
Im August 2012 hatte Brandenburg nach Verhandlungen der BVVG 65 Seen für 3,74 Millionen Euro abgekauft. Insgesamt umfasst das Paket 3135 Hektar Wasserfläche nebst angrenzenden Uferflächen. Laut Ministerium bleiben derzeit 20 der 65Seen in Landeshand. Für die übrigen 45 Seen wird geprüft, sie kostenlos an die Kommunen zu übertragen. Vorbild für die „Paketlösung“ war ein Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern.

Ursprünglich hatten die beiden Länder als Hauptbetroffene des Streites auf eine kostenlose Übertragung beharrt – erfolglos. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat dies abgelehnt.