MITTEN INS HERZ

AfD eröffnet ihren Wahlkampf im Merkel-Wahlkreis

Sieben Mal in Folge hat Angela Merkel ihren Wahlkreis im Norden Vorpommerns gewonnen. Die AfD bläst nun zum Frontal-Angriff.
Simon Voigt Simon Voigt
Angela Merkel (CDU) bei einem Wahlkampfauftritt in Stralsund einen Tag vor der Bundestagswahl 2013.
Angela Merkel (CDU) bei einem Wahlkampfauftritt in Stralsund einen Tag vor der Bundestagswahl 2013. Jens Büttner
Stralsund.

Die AfD will am Freitag offiziell ihren Bundestagswahlkampf eröffnen. Dafür hat sich die Partei einen besonderen Ort ausgesucht: Den Wahlkreis 15, in dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) antritt. Zu einer Kundgebung auf dem Neuen Markt in Stralsund wird auch AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland erwartet.

„Wir wollen Frau Merkel nach Hause in die Uckermark schicken”, nennt Leif-Erik Holm als sein Ziel. Holm tritt im selben Wahlkreis als Direktkandidat an. Es sei höchste Zeit für einen Denkzettel, so Holm weiter. Viele Bürger hätten kein Verständnis mehr für die verheerende Politik der Kanzlerin. Mit der Eurorettung habe Merkel etwa den Bürgern Milliarden-Risiken „aufgehalst”. „Geld, das unseren Kindern und Enkelkindern fehlen wird”, so Holm. Die AfD kündigte weiter an, im gesamten Wahlkreis Bürgerdialoge veranstalten zu wollen.

Seit 1990 ungeschlagen

Der Bundestagswahlkreis 15 umfasst Rügen, Stralsund und das nördliche Vorpommern einschließlich Greifswald. Angela Merkel gewann dort bei jeder Bundestagswahl seit 1990 das Direktmandat, zuletzt mit einem Rekordergebnis von 56,2 Prozent.

Die Landes-CDU spottete deshalb bereits von einem „Zwergenaufstand”, als Holm im Februar von seiner Partei als Direktkandidat nominiert wurde. Er selbst hatte nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016 ursprünglich versprochen, kein Mandat im Bundestag anstreben zu wollen. Derzeit führt er die Fraktion im Schweriner Landtag an.

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