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Merkel erkennt keine Fehler im Wahlkampf der Union

Bei der Bundestagswahl verlor die Union zahlreiche Stimmen, offenbar mehr als eine Million alleine an die AfD. Selbstkritik will Kanzlerin Merkel trotzdem nicht üben.

Trotz des schlechten Wahlergebnisses für die Union will Merkel keine Fehler im Wahlkampf erkennen.
Boris Roessler Trotz des schlechten Wahlergebnisses für die Union will Merkel keine Fehler im Wahlkampf erkennen.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel sieht trotz des enttäuschenden Ergebnisses bei der Bundestagswahl und die Wählerabwanderung an die AfD keine Fehler der Union im Wahlkampf. „Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssten“, sagte Merkel am Montag nach Beratungen der CDU-Spitze in Berlin. „Ich habe diesen Wahlkampf gut durchgedacht, ich habe ihn so gemacht wie ich ihn gemacht habe und bin jetzt auch am Tag danach nicht der Meinung, dass ich das anders sehe als ich das gestern oder vorgestern oder vor zwei Wochen gesehen habe.“

Merkel sagte, sie habe gewusst, dass es ein schwieriger Wahlkampf werde, und so sei es auch gekommen. Herausforderungen durch illegale Migration und Probleme in ländlichen Räumen und sozialen Brennpunkten seien nicht gelöst, das habe zu Stimmen für die AfD geführt. „Ich werde auch in Zukunft versuchen, nicht immer über die anderen zu sprechen, sondern die eigenen Hausaufgaben, die wir sehr gut sehen, zu machen.“

Kommentare (2)

Das kann die Dame sehen und drehen wie sie will - diesen Gedanken soll sie mal ganz schnell fallen lassen - Wahlkampf und Regierungsarbeit sind zwei unterschiedliche paar Schuhe zu verschiedenen Anlässen - sie will doch nicht etwa damit sagen zum Wahlkampf kann ich erzählen was ich will - was ich nachher mit meinen Koalitionspartnern umsetze ist ein ganz anderes Ding - dann gehört lügen in der Politik zum guten Geschäft - ja, nach dem von ihr bisher geleisteten ist dieser Gedanke gar nicht so abwegig

Aber genauso wird es sein. Von dem ganzen Geschwafel, was CDU, SPD , Grüne im Wahlkampf von sich gegeben haben, wissen sie schon seit gestern nichts mehr. Jetzt versuchen so genannte Politik Experten (im TV),das Wahlergebnis der AFD als nicht ernst zunehmend darzustellen, weil der potenzielle AFD Wähler vorwiegend aus sozialen Brennpunkten also Arbeitslose, Harz 4 beziehern und Nichtwählern ,die jetzt doch einmal wählen gegangen sind, zusammensetzt. Außerdem ist dauernd von Neuwahlen die Rede, im Zusammenhang mit der Koalitionsbildung. Wird halt so oft gewählt, bis es wieder passt.