Ist die AfD etwa auf Kuschelkurs? Axel Gerold fordert "Wohlfühlen ohne Experimente". Dabei wäre der erste AfD-Landrat Deutschlands sicher eine neue Versuchsanordnung. Bei der Landtagswahl 2016 wurde die AfD in weiten Teilen des Landkreises Vorpommern-Greifswald zur stärksten Kraft. Daran will Axel Gerold nun anknüpfen. Der Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Jürgen Strohschein drängt mit seiner Kandidatur in die erste Reihe der Partei. Gerold wirbt vor allem mit Kritik am Status Quo um Stimmen. Die Region müsse endlich erkennen, dass das Ländliche eine Stärke sei und diese vermarkten, um Unternehmen und Menschen für Vorpommern zu gewinnen.

Das Wahlprogramm ist in seinem Fall kaum länger, als die bewegte Biographie. Gerold wurde 1963 geboren und wuchs in Hessen auf. Nach der Wende zog es ihn nach Berlin, damals noch als junges SPD-Mitglied. Doch mit der Sozialdemokratie brach er kurz darauf. Gerold hat einen Studienabschluss als Historiker, arbeitete lange als Teamleiter in der Mediengestaltung und schulte ab 2011 zum Anlagenmechaniker um, 2014 absolvierte er die Meisterschule. 2005 entdeckte er die Haffregion für sich, baute ein Haus und zog wenige Jahre später komplett nach Vorpommern. Gerold ist geschieden und hat keine Kinder.

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Axel Gerold, Landratskandidat der AfD für den Kreis Vorpommern-Greifswald