Der Streit um die Schließungen am Krankenhaus Wolgast hat Kai Ottenbreit endgültig politisiert. Erst organisierte er Mahnwachen und Demos, nun will er es bei der Wahl wissen. Kai Ottenbreit bezeichnet sich selbst lächelnd als Lebenskünstler. Bis vor kurzem arbeitete er noch als freier Journalist und Blog-Betreiber, inzwischen hat er eine Anstellung im Vertrieb von Notrufsäulen. Ab Oktober aber will Ottenbreit Chef der Kreisverwaltung sein. Dass seine Chancen dafür nicht besonders gut stehen, weiß er selbst. Ihm gehe es vor allem darum, Menschen wach zu rütteln. Wer sich engagiert und nicht locker lässt, der könne schließlich auch etwas erreichen. Dass die Bürgerinitiative, die seit Jahren gegen Einsparungen am Krankenhaus Wolgast kämpft, Erfolge erzielt hat, daran hatte auch Ottenbreit seinen Anteil.

Aus der Erfahrung heraus will sich der 52-Jährige vor allem für Vereine und Initiativen im Kreis einsetzen. Und für die Verwaltung? Hat er durchaus unkonventionelle Ideen. Ottenbreit kündigte an er wolle in den ersten Monaten möglichst in jeder Abteilung der Verwaltung ein Praktikum machen, sollte er gewählt werden. Er lebt in Wolgast, ist geschieden und hat fünf Kinder.

 

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Kai-Uwe Ottenbreit, parteiloser Landratskandidat für den Kreis Vorpommern-Greifswald