Corona-Pandemie

Nachfrage nach Impfungen in der Seenplatte nimmt ab

Vielen fehlt offenbar gerade die Lust auf eine Impfung. Eine lange Wartezeit kann derweil sogar vom gebuchten Impfort abhängen.
Der große Ansturm auf Impfungen ist vorbei.
Der große Ansturm auf Impfungen ist vorbei. Patrick Pleul
Seenplatte

Die Nachfrage nach Corona-Impfungen geht derzeit leicht zurück. „Wir beobachten eine temporäre Impfmüdigkeit“, sagte Thomas Müller, Leiter des Corona-Verwaltungsstabes der Mecklenburgischen Seenplatte, am Dienstag im Gespräch mit dem Nordkurier. Aktuell würden weniger Menschen in die Impfzentren am Flugplatz Trollenhagen oder in Waren kommen. Viele seien in Urlaubsstimmung, die Inzidenzen seien niedrig. „Corona nimmt man nicht mehr jeden Tag wahr.“ Nichtsdestotrotz sei fast die Hälfte der Menschen im Landkreis ungeimpft. „Die müssen wir mobilisieren, um den Herbst möglichst moderat zu gestalten“, so Müller.

Die geringe Lust auf eine Impfung wird derzeit im ganzen Land wahrgenommen. Wie das MV-Gesundheitsministerium Anfang der Woche bestätigte, ist die „Tendenz aktuell etwas rückläufig“. Immerhin: An Impfstoff mangelt es offenbar nicht mehr. „Die Nachfrage nach Impfterminen kann gegenwärtig mit dem derzeitigen Impfstoffangebot abgedeckt werden“, so Ministeriumssprecher Gunnar Bauer.

Terminvermittlung läuft nicht reibungslos

Nehmen Angemeldete ihre Termine nicht wahr, können sie wohl zumeist noch kurzfristig über eine Nachrückliste oder ein Buchungsmanagement vergeben werden. „Zudem werden seitens des Callcenters aktuell verschiedene Rückrufaktionen durchgeführt, um die Auslastung der Impfzentren zu erhöhen.“ Aber beim Online-Anmelden sei eine telefonische Kontaktaufnahme nur möglich, wenn die Interessierten dieser im Vorfeld zugestimmt habe.

Ganz reibungslos läuft die Terminvermittlung wohl längst nicht in jedem Fall. Ein Neubrandenburger kritisierte im Gespräch mit dem Nordkurier, dass er mehr als zwei Wochen auf eine Terminvergabe warten musste, während sich vonseiten der Behörden nahezu gleichzeitig über zu viele Absagen beschwert wurde.

Impfung an manchen Orten nur zeitweise

Pauschal konnte dieser Fall vom Ministerium nicht bewertet werden. „Grundsätzlich ist es so, dass flächendeckend in Mecklenburg-Vorpommern kurzfristig Impftermine über die Hotline oder das Online-Tool vergeben werden können“, so Bauer.

Tatsächlich könnte auch die Wahl des Impf-Ortes für eine gewisse Verzögerung verantwortlich sein. Denn im Online-Tool lassen sich neben den zwei festen Impfzentren auch die vorübergehend offenen Standorte wie das HKB in Neubrandenburg, das Leea in Neustrelitz sowie die Außenstelle in Demmin ankreuzen. Wer einen dieser Standorte wählt, muss aber gegebenenfalls warten, bis dort wieder geimpft wird. Denn an diesen Orten wird der Service nur zeitweise angeboten. Sollte ein Impftermin schnellstmöglich gewünscht sein, rät Thomas Müller dazu, in den beiden festen Impfzentren einen Termin zu buchen.

Corona-Update per Mail

Der regelmäßige Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark. Jetzt kostenfrei anmelden!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Seenplatte

zur Homepage

Kommentare (5)

kannte jeder jemanden, der nach der Impfung plötzlich (selbstverständlich an völlig anderen Ursachen) verstorben ist.

Hier einfach Behauptungen ohne Beweise hinzustellen, das ist unseriöse Meinungsmache. Stellen Sie sich vor: in meiner Heimatstadt sind seit Beginn der Impfungen auch viele Menschen gestorben.

Eine Behauptung ist eine Äußerung ohne Beweis oder Begründung. Behauptungen mit Beweis gibt es nicht, weil dann keine Behauptung. Meinungsmache ist ausschliesslich ein abwertender Begriff. Dies mit "unseriös" steigern, ist gesteigerter Unfug.

beim Pommersaufkopp gabs schon die Erste Schluckimpfung des heutigen Tages...

oooh, haben sich denn nun endlich auch die Letzten über den Giftcoctail informiert und sind dem Betreuten Denken entkommen?