Nach der Schließung des Café am See sucht das Schloss Kummerow nach einer eigenen Lösung, um Kaffee und Kuch
Nach der Schließung des Café am See sucht das Schloss Kummerow nach einer eigenen Lösung, um Kaffee und Kuchen zum Beispiel auf der Terrasse anzubieten. Kirsten Gehrke
Gastronomie

Schloss Kummerow plant Café-Angebot

Nach der Schließung des einzigen Cafés in Kummerow suchen die Schlossbetreiber nach einer Lösung, um Besucher nicht zu verprellen. Doch da gibt es einige Hürden.
Kummerow

Im Vorjahr war die Hoffnung aufgekeimt, dass es mit dem gastronomischen Angebot in der Tourismusregion am Kummerower See besser werden würde. Eine Brasserie in Grammentin eröffnete, der Moorbauer war wieder offen, in Karnitz etablierte sich ein Gartenlokal, in Sommersdorf gab es in Campingplatz-Nähe etwas Neues.

Schlossbesucher haben Cafe-Durst

Doch diese Hoffnung war wohl nur ein Strohfeuer. Im November schloss das Café am See in Kummerow, jetzt gaben gleich zwei Anbieter in Dargun auf. Das Manko Gastronomie bleibt, und das ist besonders für den Tourismusort Kummerow bitter.

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„Wir haben gemerkt, wenn sich die Leute bei uns die Ausstellung ansehen, möchten sie nach dem Rundgang einen Kaffee trinken“, sagt Juliane Henke vom Schloss. Dafür wolle keiner erst kilometerweit woanders hinfahren. Nach der Schließung des Cafés seien sie mit der Situation derzeit nicht zufrieden. So sei die Idee entstanden, am Herrenhaus selbst eine Alternative zu finden, um Kaffee und Kuchen anzubieten. Der Blick auf den Kummerower See „schreie“ danach. Im Sommer könnten die Besucher draußen auf der Terrasse sitzen.

Jede Menge Vorschriften einzuhalten

Doch einfach sei das nicht, da gebe es etliche Auflagen zu erfüllen. Und das Haus hat keine Küche. „Wir müssen ein flexibles Angebot finden“, erklärt Henke. Deshalb würden Gespräche mit verschiedenen externen Anbietern laufen. Es sei aber schwer, jemanden zu bekommen. Es gebe Vorschriften, wer für einen Café-Betrieb Kuchen backen dürfe. Einfach selbst Teig anrühren, wie früher für einen Kuchenbasar, sei heutzutage nicht möglich. „Wir hoffen aber, dass wir mit Beginn der Hauptsaison im Juni starten können.“ Aber versprechen könne sie es noch nicht.

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Anders sieht es bei einer weiteren Neuerung aus. Derzeit werde ein Audioguide im Haus entwickelt. Über einen QR-Code für Mobiltelefone können dann ab Mai die Besucher mehr Hintergrund-Informationen zu Schloss und Kunst erhalten. An besonderen Punkten soll man die Codes einscannen und Tonspuren abrufen können. Wenn die Resonanz gut sei, werde überlegt, dieses digitale System weiter auszubauen. Stattfinden sollen auch regelmäßig historische und kulturhistorische Führungen durchs Schloss, die jetzt auch online buchbar sind.

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