Die Corona-Lage in der Region sei „kontrolliert”, heißt es aus der Kreisverwaltung. Impfangebote würden
Die Corona-Lage in der Region sei „kontrolliert”, heißt es aus der Kreisverwaltung. Impfangebote würden kaum noch genutzt, sollen aber weiter aufrecht erhalten werden. Bernd Wüstneck
Corona-Lage

Kreistag meidet Debatte über Impfpflicht an der Seenplatte

Vize-Landrat Kai Seiferth benannte beim Kreistag am Montagabend einige Infektionsschwerpunkte. Über die Impfpflicht wollten die wenigsten diskutieren.
Seenplatte

Die Corona-Infektionszahlen sind in der Mecklenburgischen Seenplatte zuletzt wieder leicht gestiegen. Wie der stellvertretende Landrat Kai Seiferth (SPD) Anfang der Woche berichtete, könne dies auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sein.

Lesen Sie auch: Land bezweifelt Corona-Angaben aus Altenheimen und Kliniken

Einzelne Corona-Hotspots

So könnte es am Wegfall zahlreicher Schutzmaßnahmen oder an zahlreichen Reisebewegungen liegen. Insgesamt stufte der Vize-Landrat, der Heiko Kärger (CDU) in seinem Urlaub im Kreistag vertrat, die Lage jedoch als „kontrolliert“ ein. Es gebe aktuell einzelne Infektionsschwerpunkte in der Müritz-Region, in der Kleinseenplatte und am Kummerower See.

Made with Flourish

Diese Aussage unterstreicht auch die neueste Übersicht der Infektionszahlen in den einzelnen Ämtern aus der Kreisverwaltung. Den höchsten Inzidenzwert errechnete man mit (in absoluten Zahlen) 40 Infektionsfällen in der vergangenen Woche in der Kleinseenplatte. 60 Neuinfektionen ließen den Inzidenzwert, gerechnet auf 100 000 Einwohner, zudem im Amt Röbel-Müritz über den Wert 400 klettern.

Viele Infektionen bei Pflegekräften

Für Kai Seiferth trägt die Corona-Schutzimpfung wiederum einen erheblichen Teil dazu bei, dass die aktuelle Situation in so entspannt ist. Der Großteil sei vor schweren Verläufen geschützt. Mehr als eine halbe Million Spritzen gegen Covid-19 hätten Hausärzte und Impfteams im Kreis verabreicht. 75 Prozent der Menschen seien hier vollständig geimpft. Nichtsdestotrotz werde das Impfangebot in reduzierter Form aufrechterhalten.

Lesen Sie auch: Ministerium pocht auf Meldepflicht für Pflegekräfte

Seiferth wies zwar auch auf auffällig viele Infektionen unter Mitarbeitern in der Pflege hin. Doch die Umsetzbarkeit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht wollten im Kreistag offensichtlich die wenigsten nach knapp drei Monaten Gültigkeit der Regelung noch einmal durchexerzieren.

Die Mehrzahl der Mandatsträger plädierte dafür, Anträge zum Stopp der Impfpflicht von Björn Eckardt (fraktionslos) sowie der AfD-Fraktion mangels Zuständigkeit von der Tagesordnung zu streichen. Da half auch kein Protest von Andreas Rösler (AfD), der den Schritt als „Redeverbot“ bewertete und neueste Zahlen von der Verwaltung einforderte.

Corona-Update per Mail

Der regelmäßige Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark. Jetzt kostenfrei anmelden!

zur Homepage

Kommentare (1)

Da bin ich ja gespannt wie der Herr Seifert denn eine Infektion erklären will, wie sie funktioniert. So ein Schwachsinn aber auch. Auch die "Infektion" gehört ins Reich der Mythen und Sagen :), :)