Glühwein und andere vorweihnachtliche, alkoholische Heißgetränke sollte nicht exzessiv konsumiert werden, wenn
Glühwein und andere vorweihnachtliche, alkoholische Heißgetränke sollte nicht exzessiv konsumiert werden, wenn man noch fahren muss. Eine simple Wahrheit, die auch außerhalb polizeilicher Schwerpunktkontrollen gilt. Karl-Josef Hildenbrand
Die Polizei achtet derzeit bei Verkehrskontrollen verstärkt auf Alkohol und Drogen.
Die Polizei achtet derzeit bei Verkehrskontrollen verstärkt auf Alkohol und Drogen. © bnenin - stock.adobe.com
Polizei

Fokus auf Alkohol am Steuer – drei Fälle am ersten Tag

Im Dezember interessiert sich die Polizei vor allem für Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Für die ersten Verstöße in der Seenplatte brauchte es nur wenige Stunden.
Neubrandenburg

Glühwein und Eierpunsch erwärmen manch einem die Vorweihnachtszeit. Zumindest Verkehrssündern will da auch die Polizei nicht die kalte Schulter zeigen und legt ihren „Dezember-Schwerpunkt” auf die Kontrolle von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Schon bis 15.30 Uhr am ersten Dezembertag gingen den Beamten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte drei Fahrer ins Netz, wie Polizeisprecher Alexander Gombert auf Nordkurier-Anfrage sagte.

Mann reagiert aggressiv

Den Allerersten, einen 49-Jährigen in Mirow, hatten die Polizisten sogar schon kurz vor Mitternacht kontrolliert. Was den Betrunkenen offenbar derart ärgerte, dass er sich gar nicht wieder einkriegte. „Er hat Widerstand geleistet, die Beamten bedroht und Polizeieigentum beschädigt”, zählte Polizeisprecher Gombert auf. Ein Fahrradfahrer aus Neustrelitz habe mit seinen 1,69 Promille Atemalkohol den erlaubten Höchstwert von 1,6 Promille für Radfahrer gerissen. Damit könnte der 44-Jährige auch seinen Führerschein verlieren.

Auch Drogen im Spiel

In Zirzow bei Neubrandenburg haben die Kontrolleure einen 26-Jährigen, der unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln fuhr, erwischt, sagte der Sprecher weiter. Zudem sei bei dem Beifahrer eine geringe Menge Cannabis festgestellt worden.

Auch auf E-Rollern gelten Promillegrenzen

Die monatlich wechselnden Schwerpunkte bei den Verkehrskontrollen gehören zu der landesweit durchgeführten Aktion„Fahren.Ankommen.Leben”. Mit Blick auf das Fahren unter Alkohol hatte die Polizei im Vorfeld auch explizit an die „immer größer werdende Zahl” an E-Roller-Nutzern appelliert, sich an die Promillegrenzen zu halten. Die Gefährte stehen seit einigen Wochen auch überall in Neubrandenburg herum. „Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt und keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Eine Straftat liegt vor, wenn der Fahrer trotz einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,1 Promille mit Auto/E-Roller unterwegs ist. Von einer Straftat kann aber auch schon ab 0,3 Promille die Rede sein, wenn der Fahrer alkoholbedingte Ausfallerscheinung zeigt”, listet die Polizei auf. Neun Menschen wurden 2020 infolge von Unfällen beim Fahren unter Alkoholeinfluss getötet, 110 schwer verletzt.

 

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