Ab 15. Mai wird die MS Plauer Werder einmal die Woche den Hafen Neukalen ansteuern. Sonntags ist dann von dort aus eine Rundfa
Ab 15. Mai wird die MS Plauer Werder einmal die Woche den Hafen Neukalen ansteuern. Sonntags ist dann von dort aus eine Rundfahrt über den Kummerower See möglich. Foto: NK-Archiv
Angelika Groh ist Ggeschäftsführerin der Blau-Weißen Flotte, die jetzt in die Saison startet.
Angelika Groh ist Ggeschäftsführerin der Blau-Weißen Flotte, die jetzt in die Saison startet. Foto: NK-Archiv
Ausflüge

Neue Flotten-Chefin stellt Fahrgastschifffahrt auf dem Kummerower See um

Die Blau-Weiße-Flotte startet den Saison-Fahrplan. Heimathafen des neuen Schiffs ist Demmin, von wird das Westufer des Kummerower Sees angesteuert. Eine Stadt bleibt jedoch außen vor.
Demmin

Eigentlich sollte das neue Fahrgastschiff der Blau-Weißen-Flotte, die „Plauer Werder“, seinen Heimathafen in Koesters Eck haben. So war es geplant. Nachdem aber in Demmin Kapitän Ingo Müller sein etabliertes Fahrgastgeschäft aufgeben musste, sei man schon aus wirtschaftlicher Sicht in die Hansestadt gezogen, erklärt Geschäftsführerin Angelika Groh. Weil es hier läuft. „Sehr viele Gruppen fahren mit dem großen Schiff.“

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Kein Stopp in Malchin

Wenn die Blau-Weiße-Flotte am Wochenende in den Saison-Fahrplan startet, dann wird die „Plauer Werder“ in der Mecklenburgischen Schweiz daher nur Neukalen ansteuern. In Malchin, wohin noch kein Busunternehmen gekommen sei, legt das große Fahrgastschiff dagegen nicht an. „Wir würden gern Urlauber von Malchin über die Peene über den Kummerower See fahren“, so Groh. Doch es gebe dort bisher keine Nachfrage. Hier seien noch nicht einmal Charterfahrten angefragt worden. „Malchin kennt noch gar keiner.“ Den Hafen müsse man bei Reiseveranstaltern erst bekannter machen. Doch das sei ein Prozess. Deshalb fange die Blau-Weiße-Flotte erst einmal mit bewährten Fahrten an. Malchin müsse sich erst zu einem attraktiven Ort entwickeln.

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Nachfrage in Neukalen

In Neukalen indes habe es entsprechende Nachfragen gegeben. Von Seiten des Campingplatzes sei immer wieder gewünscht worden, für die Gäste eine Möglichkeit für Rundfahrten auf den Kummerower See zu schaffen. Auch andere Touristiker jenseits des Westufers des Sees, ob aus Karnitz, Pohnstorf oder Dargun, kennen die Situation ihrer Gäste. Alle wollen gern mal auf den See, aber wie dahin kommen? Deshalb soll sich das in diesem Jahr ändern. Die MS „Plauer Werder“ steuert ab 15. Mai in der Saison jetzt jeden Sonntag den Hafen Neukalen an.

Tagestour ab Demmin

In Demmin legt das neue Fahrgastschiff um 10.30 Uhr zu der etwa sechseinhalbstündigen Tagestour ab. Wie Groh sagte, startet von Neukalen dann um 13 Uhr eine anderthalbstündige Rundfahrt über den Kummerower See. Im Gegenzug haben Passagiere vom Ostufer die Gelegenheit zu einem Landgang in Neukalen.

Auch Rundfahrten für Gruppen nun möglich

Bisher habe es diese Möglichkeit nicht gegeben. Als Tourismuskoordinatorin wisse sie, wie ein solches Angebot gefehlt hat, so Groh. Das große Fahrgastschiff bietet 90 Plätze außen und 50 Plätze innen. So können jetzt von hier aus auch größere Gruppen zu einer Rundfahrt aufbrechen. „Wer möchte, kann in Aalbude/Verchen zu- und absteigen beziehungsweise eine ganze Runde ab oder nach Demmin drehen.“ Von Demmin aus startet das Fahrgastschiff dienstags, donnerstags und samstags jeweils um 14 Uhr zu der dreistündigen Peenefahrt zum Kummerower See über Aalbude.

In Aalbude auf der Verchener Seite legt die „Plauer Werder“ um 12 Uhr an, bevor sie weiterfährt nach Neukalen. Zurück ist das Schiff hier um 15.30 Uhr. Nicht anfahren könne das große Schiff hingegen Salem, Kummerow und Gravelotte. Die Bedingungen ließen dies dort nicht zu.

Chartefahrten mit der Forelle

Während die „Plauer Werder“ nach Fahrplan fährt, sind mit ihrer kleinen Schwester, der „Forelle“, nur noch Charterfahrten möglich. Grund sei fehlendes Personal. Schon bei der „Forelle“, als die noch in den Vorjahren nach Plan fuhr, sei das Angebot in Malchin, wie auch in Salem wenig angenommen worden. Fahrten von Kummerow nach Neukalen seien hingegen immer gut gelaufen.

Angelika Groh legt indes eine Hoffnung in den neuen Citymanager in Malchin, dass der Bustourismus hier ausgebaut werden kann. Es gebe so schöne Ecken, wo sich ein attraktives Programm für Touristen erstellen ließe.

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