Corona-Beschränkungen

Lockdown für Ungeimpfte ab Donnerstag in der Seenplatte

Der Landkreis befindet sich jetzt konstant in der obersten, roten Gefahrenstufe der Maßnahmenkarte. Doch das Ende der Fahnenstange ist wohl noch nicht erreicht.
Ein Bild aus dem Lockdown im vergangenen Winter: Sieht der Marktplatz in Neubrandenburg bald wieder so menschenleer aus?
Ein Bild aus dem Lockdown im vergangenen Winter: Sieht der Marktplatz in Neubrandenburg bald wieder so menschenleer aus? Simon Voigt
Seenplatte

Neben umfangreichen Besuchsverboten und diversen Testpflichten müssen Ungeimpfte in der Mecklenburgischen Seenplatte demnächst noch weitere Einschränkungen hinnehmen. Am Mittwoch schaltete die Corona-Ampel des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) aufgrund einer 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen von 9,7 im Landkreis den dritten Tag in Folge auf Rot.

Neue Verbote und Beschränkungen

Deshalb hat die Kreisverwaltung gemäß Corona-Landesverordnung ab Donnerstag neue Verbote verhängt: So dürfen sich drinnen nur noch maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und zehn aus verschiedensten Haushalten draußen treffen. Geimpfte, Genesene und Kinder unter 14 Jahren werden bei dieser Regelung nicht mitgezählt.

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Für Ungeimpfte gilt dann quasi ein Lockdown. Denn der Einzelhandel darf, abgesehen von einigen lebenswichtigen Ausnahmen, lediglich Geimpfte und Genesene ins Geschäft lassen. Nur Lebensmittelmärkte, Buch- und Zeitungshändler, Weihnachtsbaumverkäufe, Blumenläden, Bau- oder Gartenbaumärkte, Wochenmärkte, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Großhändler dürfen für alle öffnen.

Es kann noch Schließungen geben

Geimpfte müssen sich wiederum zu vielen Gelegenheiten testen lassen, wie bei Veranstaltungen in Innenbereichen, Sportevents oder Außenveranstaltungen wie Weihnachtsmärkten. Nicht geimpfte Jugendliche dürfen darüber hinaus nicht mehr zum Sport oder in die Musikschule.

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Hat die Mecklenburgische Seenplatte mit dieser höchsten Stufe auf der Corona-Ampel jetzt die Obergrenze an Maßnahmen erreicht? Möglicherweise nicht. Wie dem Nordkurier aus dem zuständigen Sozialministerium auf Anfrage mitgeteilt wurde, gebe es in der aktuellen Verordnung ein bestimmtes Verfahren für den Fall, dass ein Landkreis dauerhaft in der roten Stufe verharrt und dem dortigen Gesundheitsamt eine weitgehende Überlastung droht. „Dann müssten weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden”, so Ministeriumssprecher Alexander Kujat. Wie aus der Verordnung hervorgeht, könnten nach sieben aufeinanderfolgenden Tagen im roten Bereich diverse Schließungen, zum Beispiel von Kinos, Theatern oder Gaststätten erfolgen.

Intensivstation-Belegung könnte „Not-Rot” bedeuten

Übrigens kann laut Ministerium ebenso ein Landkreis mit niedrigerer 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen der Gefahrenstufe Rot zugeordnet werden, falls die Auslastung der Intensivstationen einen kritischen Wert erreicht – über den sogenannten „Notschalter Intensivstation”. So soll unter anderem verhindert werden, dass ein Aufnahmestopp in vollen Krankenhäusern zu einer besseren Einstufung auf der Maßnahmenkarte führt. Schließlich berücksichtigt das ausschlaggebende Kriterium die Neuaufnahmen in Krankenhäusern und nicht die aktuelle Belegung. Immerhin müssen Covid-19-Patienten mitunter lange behandelt werden und verlassen es unter Umständen nicht so schnell.

 

Anmerkung: In einer ersten Version dieses Textes war unter Bezug auf die Corona-Landesverordnung zunächst noch vom Freitag die Rede, ab dem schärfere Bestimmungen gelten. Der Landkreis hat aber am Mittwochabend eine Allgemeinverfügung erlassen, in der die Gültigkeit bereits zum Donnerstag angekündigt wurde,

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Kommentare (9)

Mir ist es ja scheissegal von was ich weg gesperrt werde oder wo ich unerwünscht bin. Aber die Beschränkungen/Regelungen für Schwangere und Kinder sind doch gestört!Druck zum Impfen machen. Aber es überrascht ja nichts mehr mit der Cannabis Legalisierung ab 18 Jahren wird ja auch auf die Gesundheit der Jugend gepfiffen. Ab 18 bei gut ja was, siehe Rauchen/Alkohol.

...

nur Stumpfsinn von Ihnen.

Das würde sich mein Chef nicht Trauen! Ich bin doch keine Hartgeld Nutte! Ich verkaufe meine Dienstleistung,mein Fachwissen.Da würde ich denken und glauben das er mich für einen Vollidioten hält.Als Chef stellt man sich vor seine Mitarbeiter und zeigt Respekt und Dankbarkeit für das was sie leisten.Denn die 500-1500€ gehören ja nicht ihm oder wer hat sie Erwirtschaftet? Lohnerhöhung auch ohne Impfung ist jetzt angesagt!

gehören die 1.500 € ihm oder haften sie auch, wenn die Firma den Bach runter geht? Ich denke nicht.

Soll ruhig, jetzt sind alle gefragt, da kann man nicht auf einzelne Kapitalisten Rücksicht nehmen...

Die gehören dem Chef, weil Sie sich schon vorher prostituiert haben. Ob für Hart- oder Giralgeld interessiert das Finanzamt ja auch recht wenig. Aber Mitarbeitern Geld zu zahlen, damit die Bürokratie abgebaut werden kann, ist nicht weltfremd. Ich zahle Ihnen auch befristet 500€ mehr, wenn Sie sich eine Wohnung im Umkreis von 5 km suchen, damit Sie pünktlich jeden Tag auf der Matte stehen und auch mal Nachts rauskönnen. Umzüge gibt's nicht geschenkt, die Bereitschaft das Privatleben danach auszurichten auch nicht. Mancher arbeitet lieber auf Durchzug, andere lassen sich nur für eine Beschäftigung bezahlen. Das könnten die nämlich auch so. Sich beschäftigen. Dann braucht es gute Argumente.

Indem dieser Chef jeden Mitarbeiter bis zu 1500 Euro Impfbonus unkompliziert aus eigener Tasche bezahlt (was er nicht müsste), stellt dieser Chef sich vor all seine Mitarbeiter und zollt jedem einzelnen Mitarbeiter ein hohes Maß an Respekt und Dankbarkeit.

Damit versucht er nämlich alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, damit seine Mitarbeiter Gesund und Arbeitsfähig bleiben und das Geschäft weiterlaufen kann. Weil das "böse Geschäft" dieses "bösen Kapitalisten" für die meisten Mitarbeiter sicher die Existenzgrundlage darstellt.
Und natürlich ist es, wie im Artikel auch beschrieben, ein wirtschaftlich sinnvolle Rechnung. Warum auch nicht?

Selbstverständlich gehören die erwirtschafteten Gewinne dem Chef. Wem sonst? Ihnen. Dazu haben Sie einen Vertrag (das nennt sich Arbeitsvertrag) geschlossen, darin steht was Sie zu leisten haben und was sie für Ihre Leistung bekommen (das nennt sich Lohn). Was nach Abzug, aller betrieblichen Ausgaben und Steuern übrig bleibt, gehört Ihrem Chef und ihm steht es frei damit zu machen was er will. Wenn Ihnen das nicht passt, empfehle ich Ihnen eine eigene Unternehmung. Da sie aber solche Fragen aufwerfen, würde ich Ihnen zunächst dringend davon abraten.

Ernstgemeinte Frage: Haben Sie überhaupt einen Chef?

die aufzuzählen die nur geimpfte und genesene ins Geschäft lassen dürfen, das sind ja dann nur Textil, Elektronikmärkte und Gasstätten.