Die Inzidenzwerte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Die Inzidenzwerte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte NK-Grafik
Die neuen, angepassten Impfstoffe sollen einen besseren Schutz gegen die Omikron-Variante bieten.
Die neuen, angepassten Impfstoffe sollen einen besseren Schutz gegen die Omikron-Variante bieten. Sebastian Gollnow
Corona

Neue Impfstoffe in der Seenplatte – auch für Skeptiker ist was dabei

Neue Arten von Impfstoffen sind ab sofort in der Seenplatte erhältlich. Die Impfpflicht sitzen die Behörden dagegen lieber aus – und haben Hoffnung auf baldige Neuregelungen.
Seenplatte

Seit dieser Woche gibt es auch bei den Impfteams der Seenplatte neue Corona-Impfstoffe gegen die Omikron-Variante. Diese seien sogar an die aktuellen Subtypen BA.4 und BA.5 angepasst, heißt es aus der Kreisverwaltung. Auffrischungsimpfungen seien damit ab sofort möglich, genügend Dosen seien vorrätig.

Auch sogenannter Totimpfstoff im Angebot

Darüber hinaus gebe es ab sofort auch den Ganzvirusimpfstoff von Valneva, der besonders für Menschen mit Skepsis gegenüber den zuerst zugelassenen Corona-Impfstoffen auf mRNA-Basis interessant sein könnte. Valneva ist ein sogenannter Totimpfstoff, funktioniert also anders als die bisher in der EU verwendeten Vakzine. Er enthält komplette, aber unschädlich gemachte Viren.

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Wie hoch die Nachfrage nach den neuen Impfstoffen ist, konnte nach nur wenigen Tagen an einzelnen Standorten noch nicht aussagekräftig eingeschätzt werden. Vize-Landrat Thomas Müller (CDU) teilte in dieser Woche mit, dass das zusätzliche Impfangebot des Landkreises voraussichtlich mindestens bis April nächsten Jahres aufrechterhalten werde. Man sei aktuell mit zwei Teams im Einsatz. Während eines die Stützpunkte in Waren, Neustrelitz und Demmin jeweils einen Tag und Neubrandenburg zwei Tage die Woche ansteuert, besucht das zweite unter anderem Pflegeheime.

Bald Ende der einrichtungsbezogenen Impfpflicht

Maßnahmen zur Durchsetzung einrichtungsbezogene Impfpflicht werden nach Aussage der Leiterin des kreislichen Gesundheitsamtes, Dr. Cornelia Ruhnau, derzeit bewusst langsam abgearbeitet. Darüber hätten sich die Gesundheitsämter im Land abgestimmt. „Wir sollten Ruhe bewahren”, sagte Ruhnau. Die Regelung laufe nach derzeitigem Stand schon zum Ende dieses Jahres aus.

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Insgesamt sei das Infektionsgeschehen in der Mecklenburgischen Seenplatte auf einem kontrollierbarem Niveau, berichtete Müller. Die Infektionszahlen würden allerdings leicht ansteigen. Schwere Verläufe kämen in erster Linie bei Menschen im Alter über 50 Jahre vor. Es komme leider auch vereinzelt zu Todesfällen, vor allem unter Hochbetagten. Schulen seien dagegen kaum von größeren Ausbrüchen betroffen. Dennoch bat der Dezernent um Besonnenheit. „Uns sollte weiter ein umsichtiges Vorgehen wichtig sein.” Infektionen gebe es derzeit vermehrt im Norden des Landkreises sowie in der Müritz-Region.

Höchste Inzidenzen rund um Demmin und Penzlin

So errechnet man die höchsten Inzidenzen laut einer Übersicht der Verwaltung zuletzt in den Ämtern Demmin-Land und Penzliner Land. Dort zählte das Gesundheitsamt in einer Woche jeweils etwas mehr als 40 Fälle. Den niedrigsten Wert gab es im Treptower Tollensewinkel, wo man nur Kenntnis von 25 Ansteckungen innerhalb von sieben Tagen hatte.

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