Eine Infektion mit Grippe- und Coronavirus führt bei einigen zu schweren Verläufen.
Eine Infektion mit Grippe- und Coronavirus führt bei einigen zu schweren Verläufen. Maurizio Gambarini
Erkrankung

Superinfektionen führen in der Seenplatte zu schweren Verläufen

Ansteckungen mit Corona und der Grippe zur gleichen Zeit machen derzeit einigen Menschen zu schaffen. Betroffen ist aber vor allem eine Altersgruppe.
Seenplatte

Sogenannte Superinfektionen führen in der Mecklenburgischen Seenplatte nach Angaben des kreislichen Gesundheitsamt aktuell zu einigen recht schweren Krankheitsverläufen. Denn Menschen würden sich mitunter zeitgleich mit dem Corona-Virus und einem Grippe-Virus anstecken. „Das kann ganz schön haarig sein“, sagte die Gesundheitsamtsleiterin Dr. Cornelia Ruhnau in Bezug auf Krankheitsverläufe.

Durchgemachte Infektion schützt eine gewisse Zeit

Diese Kombination treffe in erster Linie alte Menschen hart. Kinder, Jugendliche und Erwachsene im arbeitsfähigen Alter würden zurzeit kaum schwere Verläufe entwickeln. Immer noch würden die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 das Infektionsgeschehen dominieren. Deshalb würden die angepassten Impfstoffe gut schützen. Es sei überaus erfreulich, dass auch Hausärzte viele Menschen boostern. Wer eine Superinfektion hatte, soll aber ruhig vier bis sechs Monate bis zum nachimpfen warten. Eine durchgemachte Infektion schütze schließlich für einen gewissen Zeitraum lang.

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Die Inzidenzen seien zwar gegenwärtig etwas niedriger. Doch in anderen Landkreisen würden die Zahlen schon wieder nach oben schnellen. „Ich glaube, die Menschen sind müde und gehen nicht mehr zum Testen“, vermutete Ruhnau. Um einen Überblick zu haben, würden vom Gesundheitsamt weiter Abstriche genommen – unter anderem in Pflegeheimen oder Gemeinschaftsunterkünften. Pro Tag untersuche die Behörde zwischen 50 und 140 Abstriche.

Amt Kleinseenplatte weist den höchsten Wert auf

Aus der wöchentlichen Übersicht der Inzidenzen aus der Kreisverwaltung geht hervor, dass der theoretische Wert der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche zuletzt in der Kleinseenplatte wegen 70 Corona-Ansteckungen auf 8000 Einwohner am höchsten war. In Neubrandenburg infizierten sich innerhalb einer Woche fast 300, in Neustrelitz und Waren mehr als 100 Menschen. Zwischen drei und fünf Dutzend Fälle ließen die Inzidenzen auch in Demmin und den Ämtern Neverin, Penzliner Land und Demmin-Land über den Wert von 500 ansteigen. In der Feldberger Seenlandschaft wurden in der zurückliegenden Woche nur acht Ansteckungen bekannt. Auf den Intensivstationen im Landkreis mussten am Donnerstag drei Patienten mit Covid-19 behandelt werden – genau wie am Anfang der Woche.

 

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