Der Große Stein prägt nach der Hebung das Areal am Klosterberg in Altentreptow, doch die Umgebung hat noch mehr zu
Der Große Stein prägt nach der Hebung das Areal am Klosterberg in Altentreptow, doch die Umgebung hat noch mehr zu bieten. Gäste und Einheimische sollen darauf besser als bisher hingewiesen werden. Kai Horstmann
Für die neue Beschilderung in zwei Farbvarianten hatte die Stadt 10 000 Euro in den Haushalt eingestellt.
Für die neue Beschilderung in zwei Farbvarianten hatte die Stadt 10 000 Euro in den Haushalt eingestellt. ZVG
Sehenswürdigkeiten

Rund um den Riesen-Stein soll es für Touristen noch schöner werden

Stadtpolitik und Verwaltung in Altentreptow haben sich vorgenommen, den Klosterberg touristenfreundlicher zu gestalten. Denn es gibt einige Probleme, zum Beispiel bei der Orientierung.
Altentreptow

Mit der Hebung des Großen Steins geriet Altentreptow nicht nur bundesweit in die Schlagzeilen, sondern musste auch ordentlich Kritik einstecken. Dabei hatte der Eiszeitfindling die Umgestaltung von Altentreptows grüner Lunge überhaupt erst ins Rollen gebracht. So sind in diesem Jahr mit der aufgehübschten Liebesinsel, dem XXL-Bilderrahmen und den wieder sichtbar gewordenen Umrissen des früheren Frauenklosters gleich mehrere neue Anlaufpunkte entstanden, an denen sich die Treptower und Gäste der Tollensestadt gleichermaßen erfreuen können.

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Pflasterung soll noch erfolgen

Auch ein Vorhaben, das eigentlich schon im Mai geplant war, soll nach Möglichkeit noch vor dem Jahreswechsel umgesetzt werden. „Wir haben jetzt endlich die Baugenehmigung bekommen, um auf dem Reuterplatz die Fläche für die geplante Bühnenüberdachung pflastern zu können“, verkündete Hendrikje Kmietzyk bei der jüngsten Sitzung des Klosterbergbeirats. Wenn es nach den Mitgliedern des Gremiums geht, soll die Fläche in Eigenregie angelegt werden. „Falls es so mild bleibt wie jetzt, wird es für den Stadtbauhof kein Problem sein, den Unterbau und die Eckfundamente frostfrei anzubringen. Wenn diese vorbereitenden Schritte erledigt sind, könnten wir es an einem Tag schaffen“, betonte Mirko Renger.

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Für Hinweisschilder Gelder reserviert

Deutlich länger wird es vermutlich dauern, bis die neue Beschilderung aufgestellt wird. Gerade Touristen, die zum ersten Mal einen Abstecher nach Altentreptow unternehmen, wissen Rückmeldungen zufolge oft gar nicht, was es am Klosterberg zu entdecken gibt, geschweige denn, wo die sehenswerten Ecken und historischen Schauplätze zu finden sind. Um Besuchern künftig mit zusätzlichen Hinweis- und Wegeschildern mehr Orientierung zu bieten, hatte die Stadt 10 000 Euro in den aktuellen Haushalt eingestellt.

Gestaltung ist offen

Doch obwohl sich das Jahr dem Ende zuneigt, ist davon nichts zu sehen. Kein Wunder, denn bislang hat niemand festgelegt, wie die Schilder eigentlich aussehen sollen. „Wir müssen eine einheitliche Linie finden, was die Farbgebung und Schriftart betrifft“, betonte der Beiratsvorsitzende Theo Hadrath.

Zwei Varianten für die farbige Beschilderung

Die Beirats-Mitglieder konnten sich mit der Verwaltung letztlich auf zwei Varianten einigen. So sollen die Schilder, die die vorhandenen Wege wie beispielsweise die Apfel- und Kastanienallee benennen, in grün gehalten und mit weißen Buchstaben bedruckt werden. Diese sehen zwar nach Einschätzung aus dem Beirat altertümlich aus, sind aber dennoch gut lesbar. Für die Hinweisschilder zum Frauenkloster oder zur alten Badeanstalt will man sich an dem rotbraun gestaltetem Neubrandenburger Vorbild orientieren. Vor der Mehrzweckhalle (MZE) soll zudem ein Schaukasten mit einem Lageplan aufgestellt werden, auf dem sich Besucher einen besseren Überblick verschaffen können. „Es wäre schön, wenn wir dort auch die plattdeutschen Bezeichnungen unterbringen könnten“, schlug der Vorsitzende des Heimatvereins, Detlef Klage, vor und erntete dafür wohlwollendes Kopfnicken.

Name für Weg gesucht: Der Nordkurier hilft mit

Und was ist mit dem neu angelegten Weg, der von der MZE zum Großen Stein führt und sozusagen die Querverbindung zwischen Apfel- und Kastanienallee bildet? Immerhin trägt der von Linden gesäumte Pfad momentan keinen Namen. „Hier sollten wir die Altentreptower auf jeden Fall mit einbeziehen, um einen Eindruck davon zu erhalten, was sie sich wünschen“, regte Mirjam Ranke an. Eine Idee, die der Nordkurier gerne aufgreift. Namensvorschläge können ab sofort über [email protected] eingereicht werden.

Zu wenige Parkplätze

Aber selbst, wenn eine geeignete Bezeichnung gefunden werden sollte, lässt sich dadurch ein anderes Problem nicht so leicht aus der Welt schaffen: die begrenzten Parkmöglichkeiten. Aktuell stehen 15 Parkplätze vor der Halle zur Verfügung. Und schon in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die bei Weitem nicht ausreichen. „Die Leute stellen an Spieltagen ihre Autos rund um die MZE herum ab, versperren zum Teil sogar die Rettungswege. Sobald unser Badegewässer fertig ist, wird die Situation bestimmt noch schlimmer“, befürchtet Jürgen Krüger. Seiner Meinung nach müsste der Behelfsparkplatz, der sonst nur bei Veranstaltungen genutzt wird, durchgängig verfügbar sein.

Mirko Renger hat hingegen einen anderen Vorschlag. „Die Stadt könnte genau auf der anderen Straßenseite der jetzigen Parkplätze weitere Flächen auf einem Teil der Wiese schaffen, in dem man dort Rasengitter verlegt, damit auch das Regenwasser versickern kann.“ Seinen Berechnungen zufolge könnten bis zu 35 weitere Stellplätze entstehen. Die Verwaltung will nun prüfen, inwieweit sich dies umsetzen lässt.

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