MUSIKFESTIVAL AUF BURG KLEMPENOW

700 Gäste bei Transit-Festival auf Burg Klempenow

Über 700 Besucher kamen auch in diesem Jahr wieder zum Transit-Festival. Doch diesmal gab es nicht nur Musik, sondern auch politische Diskussionen.
Sophia Brandt Sophia Brandt
Das morgendliche Yoga haben sich nur wenige entgehen lassen.
Das morgendliche Yoga haben sich nur wenige entgehen lassen. Sophia Brandt
Für die Kinder gab es mehrere Workshops für Siebdruck oder auch eine Kletterwand.
Für die Kinder gab es mehrere Workshops für Siebdruck oder auch eine Kletterwand. Sophia Brandt
Bei der Gesprächsrunde im Stall wurde über die weltweiten Probleme der Migrationspolitik diskutiert.
Bei der Gesprächsrunde im Stall wurde über die weltweiten Probleme der Migrationspolitik diskutiert. Sophia Brandt
Bei der Rockband „Wonach wir suchen“ wurde ausgiebig vor der Bühne getanzt.
Bei der Rockband „Wonach wir suchen“ wurde ausgiebig vor der Bühne getanzt. Sophia Brandt
Auch die kleinsten Gäste hatten viel Spaß.
Auch die kleinsten Gäste hatten viel Spaß. Sophia Brandt
Klempenow.

Wenn sich mehr als 50 Leute um 11 Uhr morgens auf der Wiese vor der Burg Klempenow zu akustischer Gitarrenmusik bei Yoga-Übungen räkeln und strecken, der Parkplatz und Burggarten voller Wohnwagen und Zelte steht und kleine Kinder fröhlich durch die Gegend laufen dann ist klar: das Transit-Festival ist wieder im vollen Gange. Zum siebten Mal haben Undine Spillner und Christian Herfurth Leute aus der ganzen Welt für drei Tage nach Klempenow eingeladen.

„Wir haben rund 700 Gäste und wollen auch nicht viel größer werden“, sagt Undine Spillner. Es soll kuschelig und übersichtlich auf dem Festival bleiben. Die Künstler auf der Bühne bieten Musik aus allen Genres. Nur Klassik und Elektro würde noch fehlen, meint die Veranstalterin. Aber das sei so gewollt, da das Transit kein typisches Elektrofestival sein will. „Davon gibt es genug in der Region“, sagt sie.

Größere Gesprächsrunde am Sonnabend

So spielten am Samstag unter anderem „Riders Connection“, die eine Mischung aus Ska und Reggae machen. Sie haben eine Person, die beatboxt als Schlagzeug, und auch die Trompetengeräusche wurden mit dem Mund erzeugt. Kurz davor stand noch die Rockband „Wonach wir suchen“ auf der Bühne, eine „Herzensband“ von Undine Spillner, da die Jungs bereits einige Jahre auf dem Festival spielen. Währenddessen gab es am Freitagabend Rap-Musik, unter anderen von der Berlinerin Sookee, aber auch Punk aus Greifswald von der Band Restposten. „Die Leute haben unglaublich viel Energie und haben den ganzen Abend durchgetanzt“, sagt deren Sänger.

Doch die Leute kamen nicht nur wegen der Musik. Am Samstag gab es zudem eine größere Gesprächsrunde. Unter der Moderation von Ricardo Brunn trafen sich verschiedene Mitglieder von Organisationen, die sich mit Migrationspolitik beschäftigen. Unter anderem schilderte ein Mitarbeiter von Seawatch, was genau vor der Küste Lybiens so geschieht und auch ein ehemaliger Flüchtling berichtete von den Zuständen in Auflagern. Das Ergebnis des Gesprächs war, dass alle gemeinsam für eine positive Zukunft arbeiten müssen und sich dabei gegenseitig ergänzen, auch in Bezug auf den Klimawechsel.

Ende August Filmfestival auf der Burg

Aber auch für die Kinder gab es einiges zu erleben. Neben einigen Workshops für Siebdruck und zur Anfertigung von Postkarten, gab es eine Kletterwand und Bademöglichkeiten. Es waren nur wenige Händler vor Ort, weshalb auch der Burgladen und das Cafe vor Ort gut besucht waren. Aber auch andere Unterstützer präsentierten sich, wie die Kinder und Jugendlichen vom Anklamer Demokratiebahnhof. Von ihnen gab es unter anderem Zuckerwatte.

Schon Ende August soll die nächste Veranstaltung von Undine Spillner und Christian Herfurth auf dem Gelände der Burg Klempenow stattfinden. Dann laden sie wieder zum Filmfestival „Der neue Heimatfilm“ ein. Dort soll es unter anderem Kurzfilme für Kinder, Stummfilme und Livemusik geben. Das Programm befindet sich ab Ende Juli auf folgender Internetseite: derneueheimatfilm.de

StadtLandKlassik - Konzert in Klempenow

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