NPD-TRAUERMARSCH

8. Mai in Demmin fällt aus – also ein bisschen

Auch der zweite 8. Mai im Corona-Zeitalter wird in Demmin ungewöhnlich. Ein Aufmarsch der Rechtsextremen bleibt wohl aus. Kundgebungen soll es aber trotzdem geben.
Auch im vergangenen Jahr hatte das Aktionsbündnis 8. Mai trotz des ausgebliebenen Trauermarsches ein Zeichen gegen Rassis
Auch im vergangenen Jahr hatte das Aktionsbündnis 8. Mai trotz des ausgebliebenen Trauermarsches ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Karsten Riemer
Über viele Jahre hat am 8. Mai die NPD mit ihrem „Trauermarsch” Demmin in einen Ausnahmezustand versetzt, imm
Über viele Jahre hat am 8. Mai die NPD mit ihrem „Trauermarsch” Demmin in einen Ausnahmezustand versetzt, immer begleitet von einem Großaufgebot der Polizei und zahlreichen Gegendemonstranten. Denny Kleindienst
Der Protest gegen den rechtsextremen Aufmarsch war oft laut aber immer friedlich.
Der Protest gegen den rechtsextremen Aufmarsch war oft laut aber immer friedlich. Kai Horstmann
Demmin ·

Kaum hat die Hansestadt das erste große Datum in diesem Jahr – die Bürgermeisterwahl – hinter sich, nähert sich auch schon der nächste Termin. Denn in gut einer Woche steht der 8. Mai im Kalender. Ein Tag, dem Demmin in der Vergangenheit mit Sorge entgegengeblickt hat. Ein rechtsextremer Trauermarsch war in den vergangenen Jahren Usus. Ebenso wie große Gegenveranstaltungen. Doch es zeichnet sich ab, dass sich das Datum dieses Jahr in ähnlichen Bahnen bewegen wird, wie 2020.

So hatten die...

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Kommentare (7)

der ist ein guter Deutscher. Ein national Gesinnter ist deshalb noch lange nicht rechtsextrem. Erst recht nicht, wenn er stillschweigend durch die Stadt geht um den Demminer Kriegstoten zu gedenken. Das sollte auch der Nordkurier verstehen und nicht länger pauschalisieren.

sind die Demminer ohnehin zumindest rechtsextrem. Nur scheint man sich in den Redaktionsstuben noch nicht einig zu sein, welche Karte nun ausgespielt werden soll: entweder die weitgehende Leugnung von Kriegsverbrechen an der Demminer Zivilbevölkerung (inklusive tausender Flüchtlinge und Heimatvertriebene) oder das kontinuierliche Bejubeln der geschmacklosen Feierlichkeiten auswärtiger Krawallaktivisten.

Ertrunken, in ihren Wohnungen verbrannt, erstickt, erschlagen, verblutet, zu Tode vergewaltigt, erhängt... Nur wenige Tage vor dem Kriegsende haben die Toten von Demmin noch unter entsetzlichen Umständen ihr Leben verloren. Ob man ihrer gedenken sollte ist für mich keine Frage. Man muss!

Den Kriegsopfern gedenken - auch für mich als ehemaligem Berufssoldaten, Enkel und Neffe von Gefallenen und Umgekommenen, und Bürgermeister der Gemeinde Hohenbollentin im Demminer Land, die auch Opfer des "Russendurchzuges" zu beklagen hatte - keine Frage.
Das tun die Deutschen allerdings am jährlichen Volkstrauertag. Und eben nicht zu einem von rechten Dummbeuteln, Revanchisten und Extremisten bestimmten Termin. Insbesondere, wenn diese - zumeist braune Anhänger des Österreichers - durch einen schwachsinnigen "Trauermarsch" auch noch die Anarchisten der selbsternannten "Antifa" in die Stadt locken.
Ich meine: Wir brauchen dieses Ungeziefer nicht - weder das braune noch das rote.
Hans Schommer
Hohenbollentin

am Tag des Kriegsendes in Europa an die furchtbare "Befreiung" von Demmin zu erinnern. Ein stiller Trauerzug ist auch nicht schwachsinnig. Seiner Toten zu gedenken ist eine Christenpflicht.

"Ich kann nichts Schlechten daran finden am Tag des Kriegsendes in Europa an die furchtbare 'Befreiung' von Demmin zu erinnern."
Demmin wurde nicht befreit, sondern a) von Deutschen Truppen unter Zerstörung von Teilen der Verkehrsinfrastruktur geräumt, b) von nachrückenden sowjetischen Truppen nach völkerrechtswidrigem Widerstand einiger Fanatiker / Verführter besetzt und dann c) von den Besetzern völkerrechtszweifelhaft gebrandschatzt. Da hat sich sicher kein Demminer "befreit" gefühlt. Unbestritten bleibt meinerseits, dass Deutschland mit dem Kriegsende vom Nationalsozialismus befreit wurde.
"Ein stiller Trauerzug ist auch nicht schwachsinnig." Wenn er mit dem Ziel rechtsextremistischer Selbstdarstellung und aufder Basis neonazistischer (-narzistischer) Selbstdarstellung erfolgt, dann ist er m.E. schwachsinnig
"Seiner Toten zu gedenken ist eine Christenpflicht." Bleibt meinerseits unwidersprochen - machen die Deutschen am Volkstrauertag wie auch am Totensonntag (in einigen Landesteilen auch an Allerseelen).

Worüber man sich im Klaren sein sollte: Wer explizit die Demminer Opfer der sowjetischen Soldateska und deren Brandschatzung der Stadt betrauen will - beides initial auch ausgelöst durch zwei Demminer nationalsozialistische Fanatiker (einen Gymnasiallehrer und einen Apotheker) - sollte sich zwischen dem 30. April und dem 5. Mai. auf den Straßen bewegen. Oder besser noch zu den Tagen, an denen die Deutschen trauern - Volkstrauertag (ehem. Heldengedenktag) und Totensonntag, auf die Friedhöfe gehen.
Da sieht man aber die braunen Kohorten des Österreichers nicht. Nein, diese, deren verführte Anhänger und der Rattenschwanz an bildungsferner Mitläuferschaft stampfen stattdessen seit Jahren am 8. Mai durch Demmin. Damit ist doch eines klar: Das ist kein Trauermarsch für die Kriegsopfer in Demmin, sondern ein Trauermarsch für die Beendigung der Nazi-Tyrannei.
Neonazis - Ihr seid entlarvt!