VANDALISMUS

Abgeordneter spricht von Terror gegen Tutow

Die Zerstörungsorgie auf dem Modellsport-Gelände am Tutower Flugplatz kam jetzt auch in der Gemeindevertretung auf den Tisch. Ein Abgeordneter fand klare Worte.
Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Bei der jüngsten Attacke auf dem Gelände blieb kaum etwas heil beziehungsweise an seinem Platz.
Bei der jüngsten Attacke auf dem Gelände blieb kaum etwas heil beziehungsweise an seinem Platz. Roland Heiden
Das „Stop” am Tutower Modell-Sportplatz würden Verein und Gemeinde gerne symbolisch sehen und nehmen, wenn es
Das „Stop” am Tutower Modell-Sportplatz würden Verein und Gemeinde gerne symbolisch sehen und nehmen, wenn es um den Vandalismus dort geht. Stefan Hoeft
Tutow.

Bei der Tutower Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend hat ein Gemeindevertreter vor weiteren Vandalismus gewarnt. Schließlich hatte der eineinhalb Wochen zuvor auf seinem Testgelände auf dem ehemaligen Tutower Militärflugplatz ungebetenen Besuch, der zahlreiche Zerstörungen anrichtete. Und den ersten Nachforschungen zufolge sollen für das dort angerichtete Chaos wohl ortsansässige Jugendliche verantwortlich sein, die längst nicht das erste Mal durch Vandalismus aufgefallen sind.

„Das was da oben passiert ist, kann morgen auch jeden anderen Verein treffen bei uns in Tutow“, sagte Gemeindevertreter Alfred Koch, selbst Vorsitzender des im benachbarten Zemminer Wald beheimateten Schützenvereins Jarmen. Deshalb müssten den Übeltätern vom Flugplatz jetzt endlich klare Kante gezeigt und etwaige Gesprächsangebote an sie gestrichen werden. „Ich werde mit denen auch auf keinen Fall grillen, die müssen sich ihre Bratwurst erst mal verdienen.“ Schließlich hätten alle Versuche der vergangenen Monate und Jahre, das Problem auf pädagogische und zahme Art zu lösen, letztlich versagt, so seine Auffassung.

Die Galgenfrist läuft ab

„Gibt es jetzt wieder keine Strafe, dann geht das immer so weiter“, sagte der Abgeordnete. Er empfindet das Auftreten dieser „Gang“ als Terror gegen Tutow und seine Bürger, den Mangel an Konsequenzen aus ihrem Handeln als skandalös. Deshalb hofft der Mann, dass der Modell-Sport-Club für den Fall, dass sich die Ganoven nicht wie vom Verein gefordert freiwillig stellen, seine Ankündigung durchzieht und die dort zahlreich entdeckten Spuren für eine Strafverfolgung nutzt. Bisher jedenfalls habe sich noch keiner der Verdächtigen gemeldet, so die Information Kochs. „Aber diese Woche läuft die Galgenfrist ab.“

Gleichzeitig schlug er vor, dem Verein eine finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen, auch wenn er an sich keine Tutower Interessengemeinschaft darstellt. „Aber die Leute sind immer bereit gewesen, uns als Gemeinde zu helfen und zu unterstützen“, erinnerte er an das gesellschaftliche Engagement der Bastler in der Region.

Bei den anderen Tutower Gemeindevertretern stieß diese Idee auf einhellige Zustimmung, weshalb nun der Modell-Sport-Club noch zusätzlich auf eine Spendenliste von den Betreibern der großen Solarparks am Ortsrand gesetzt wurde – mit einem Pauschalbetrag von 500 Euro. Ob es damit etwas wird, hängt allerdings von den Solarfirmen ab.

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