Feine-Sahne-Konzert in der Nähe
AfD-Mann Reuken beim Baden in Jarmen bedrängt

Der Vorfall ereignete sich an einem Badesee in Jarmen. Das Foto zeigt die Badeanstalt im Zarrentiner Kiessee.
Der Vorfall ereignete sich an einem Badesee in Jarmen. Das Foto zeigt die Badeanstalt im Zarrentiner Kiessee.
NK-Archiv

Der AfD-Mann Reuken und seine Freundin badeten in Jarmen, bis sie die Flucht ergreifen mussten. Es gibt wohl einen Zusammenhang mit dem Festival „Wasted in Jarmen” der Band „Feine Sahne Fischfilet”.

Am Freitagabend gegen 18.30 Uhr ist der AfD-Landtagsabgeordnete Stephan Reuken eigenen Angaben zufogle gemeinsam mit seiner Freundin beim Baden in Jarmen genötigt worden. Das Polizeipräsidium Neubrandenburg informierte am Abend mit einer Pressemitteilung über den Vorfall, nannte dort allerdings keinen Namen.

Stephan Reuken bestätigte dem Nordkurier jedoch, es habe sich um ihn gehandelt. Er sei gemeinsam mit seiner Freundin mit dem Fahrrad von seinem Wohnort Greifswald nach Jarmen gefahren: „Wir sind beide Radsportler, das machen wir öfter. Wir fahren nach Jarmen, springen kurz in den See und fahren wieder zurück.” Außerdem tauche das Paar regelmäßig in dem See: „Weil wir das auch morgen vorhatten, wollten wir heute gucken, ob der See wegen des Festivals, das dort stattfindet, möglicherweise unzugänglich ist.”

Festival von Feine Sahne Fischfilet

Bei dem Festival handelt es sich um „Wasted in Jarmen” der linken Punkband „Feine Sahne Fischfilet”. Es beginnt zwar erst am Sonnabend, etliche Teilnehmer sind aber bereits am Freitag angereist und bereits auf dem Gelände. „Feine Sahne Fischfilet” sind bekennende Gegner der AfD.

Reukens Darstellung zufolge sei ein Teilnehmer des Festivals auf das Paar zugekommen, unmittelbar nachdem sie in den See gesprungen seien: „Man hat uns erklärt, dass man wisse, wer wir seien und dass wir uns binnen fünf Minuten entfernen sollten. Ansonsten werde man unsere Anwesenheit am See auf dem Gelände nebenan mitteilen”, berichtet Reuken: „Danach könne man für unsere Sicherheit nicht mehr garantieren.”

Als er und seine Freundin sofort das Gelände verlassen hätten, seien sie von einer Personengruppe verfolgt worden, schildert Reuken weiter. Er habe die Polizei gerufen, diese habe allerdings aus Anklam kommen müssen. Bis die Beamten eingetroffen seien, habe man sich in die Jarmener Innenstadt bewegt. „Dabei sind wir weiter beobachtet worden”, sagt Reuken.

„Sobald Bedrohung im Spiel ist, hört es auf”

Von der Polizei hieß es, der Staatsschutz werde die Ermittlungen aufnehmen, weil ein politischer Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen werden könne.

Reuken zeigte sich einige Stunden nach dem Vorfall gegenüber dem Nordkurier verärgert: „So etwas kommt zwar hin und wieder vor, aber es gibt einem auch jedes Mal zu denken. Bei aller politischer Unterschiedlichkeit, die zwischen den Veranstaltern des Festivals und der AfD sicherlich bestehen: Das ist kein Umgang, den man miteinander pflegen sollte. Sobald Bedrohung im Spiel ist, hört es auf.”

Er und seine Freundin hätten sich durch die Personen bedroht gefühlt, obwohl „unser Aufenthalt dort ja nun wirklich keinen politischen Hintergrund gehabt habe.” Immerhin: „Meine Freundin ist auch in der AfD und kennt das Spiel.”

Reuken gilt als absoluter Hinterbänkler

Reuken war 2016 bei der Landtagswahl im Ueckermünder Wahlkreis als Direktkandidat angetreten, war aber knapp gegen Patrick Dahlemann (SPD) unterlegen. Er zog über die Landesliste ins Parlament ein. Reuken gilt dort als ausgemachter Hinterbänkler – als Provokateur ist er bislang nicht aufgefallen.

Die Band Feine Sahne Fischfilet wollte sich Abend gegenüber dem Nordkurier nicht zu dem Vorfall äußern.

Kommentare (7)

Solche widerliche Bande, die anderen Gewalt antuen wollen muss man aus dem Verkehr ziehen

Feuerfuchs ich gebe Ihnen ausnahmslos recht. Egal ob linke oder rechte Angreifer. Derartiges Verhalten gehört bestraft. Sind ja nicht im wilden Westen.

Jeder hat das Recht in Frieden zu leben. Die Linken waren doch die größten Kravallmacher in Hamburg

Lieber wähle ich die AfD damit Ordnung herscht

- da ist die Polizei präsent, mit einem Gefängniswagen unterwegs und sammelt Störenfriede der öffentlichen Ordnung rigoros ein - nach Ueberpruefung ihrer Daten und Zahlung eies deftigen Bussgeldes duerfen sie am naechsten Tag wieder gehen - ich verstehe Merkel wenn sie den Begriff Neuland benuetzt

Niemand hat das Recht einen anzugreifen weil er eine andere Gesinnung hat, das waren DDR Methoden, wer in der Kirche war wurde in der Schule gedemütigt und bloßgestellt, die Übeltäter waren die Kommunisten, bei der Armee hieß es Rotarsch

Wenn diese linken Zecken in der Überzahl sind , dann sind sie stark. Genau wie die Rechten. Einer alleine macht sich in die Hosen. Das zeigt im übrigen wie gewaltbereit diese Pfeiffen wirklich sind. Fanatiker, zu allem bereit.