STRAßENBAU

Anwohner kritisieren Baustellen-Absperrung

Momentan wird auf der B 194 zwischen Gnevkow und Moltzahn gebaut, was eine Vollsperrung nach sich zieht. Aber warum muss dafür an drei Stellen die rechte Fahrbahn gesperrt werden?
Die halbseitige Fahrbahnsperrung, wie hier in Lindenhof, kann nicht jeder Bürger verstehen und sieht darin – gerade
Die halbseitige Fahrbahnsperrung, wie hier in Lindenhof, kann nicht jeder Bürger verstehen und sieht darin – gerade im Kurvenbereich – eine Gefahrenquelle. Kai Horstmann
Um diese Baustelle geht es: Zwischen dem Abzweig Gnevkov und Moltzahn werden Durchlassrohre erneuert.
Um diese Baustelle geht es: Zwischen dem Abzweig Gnevkov und Moltzahn werden Durchlassrohre erneuert. Kai Horstmann
Auch am Abzweig Pentz ist die rechte Fahrbahnhälfte abgesperrt.
Auch am Abzweig Pentz ist die rechte Fahrbahnhälfte abgesperrt. Kai Horstmann
Demmin.

Hat sich das Straßenbauamt mit der Einrichtung der Baustelle auf der Bundesstraße 194 zwischen Gnevkow und Moltzahn einen Schildbürgerstreich geleistet? Das meinen zumindest einzelne Anwohner. Denn statt für mehr Sicherheit würden einige Absperrungen für zusätzliche Gefahren sorgen. Wer von Demmin aus nach Stavenhagen fahren möchte, muss im Moment einen Umweg in Kauf nehmen. Denn laut Tom Arenhövel, Sachgebietsleiter bei Straßenbauamt Neustrelitz, müssen einige Durchlassrohre unter der Straße erneuert werden.

Gefahr durch Sperre im Kurvenbereich?

Um die Arbeit zu verrichten, wurde die Bundesstraße Anfang vergangener Woche voll gesperrt. Laut dem Sachgebietsleiter begann die Arbeit zügig und die Baustelle wurde trotz Corona-Krise intensiv betreut. Über die Sperrung an sich gibt es auch keinerlei Beschwerden, aber wie darauf hingewiesen wird, ist manchen ein Dorn im Auge. In Demmin wird bereits sehr deutlich angezeigt, dass die Bundesstraße unterbrochen ist. Noch deutlicher wird es dann in Lindenhof, wo eine Absperrung in Verbindung mit einem Sackgassenschild die rechte Fahrbahn blockiert. Der Autofahrer darf zwar weiterfahren, muss aber für ein kurzes Stück auf die Gegenfahrbahn ausweichen.

Das halten einige Bürger für ein gefährliches Verkehrsrisiko, zudem ist die Absperrschranke kurz hinter der Kreuzung nach Schönfeld aufgestellt worden. So werde die Verkehrssituation unübersichtlicher. Von der eigentlichen Baustelle ist weit und breit nichts zu sehen, denn die kommt erst in acht Kilometer Entfernung. Dazwischen stehen aber noch zwei weitere Absperrungen, eine auf freier Strecke im Kreuzungsbereich des Abzweigs nach Pentz und eine weitere in Borrentin.

Vollsperrung noch vor Ostern aufgehoben

Tom Arenhövel kann diese Kritik nicht verstehen. Die Absperrschranken seien nach der Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsplätzen (RSA) aufgestellt worden. Und dass im acht Kilometer entfernten Lindenhof bereits so drastisch auf die Sackgasse hingewiesen wird, macht nach Tom Arenhövel auch Sinn: „Diese Aufstellung richtet sich nach der empfohlenen Umleitung, ansonsten beschweren sich Autofahrer, dass sie wieder wenden mussten, weil man sie nicht richtig auf die neue Strecke hingewiesen hat.“

Wegen der Kritik soll die Aufstellung der Absperrschranken aber noch einmal überprüft werden. Und Arenhövel hat noch eine weitere gute Nachricht. „Noch vor Ostern, spätestens am morgigen Donnerstag, soll die Vollsperrung aufgehoben werden. Dann muss man sehen, ob die restlichen Straßenbaumaßnahmen unter einer Geschwindigkeitsbegrenzung oder einer halbseitigen Fahrbahnsperre fortgesetzt werden können“, verspricht Tom Arenhövel. Ob die Absperrung in Lindenhof auch sofort verschwindet, ließ er offen.

 

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