KUNST-AKTION MACHT STATION IN LOITZ

„ART-MV“ bringt frische Farbe in alte Stärkefabrik

Loitz mausert sich zu einem beleibten Ort für hochkarätige Kunst: Nach den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern haben nun auch die Initiatoren der ART-MV etwas Besonderes in dem Städtchen vor.
Der Loitzer Horst Triphahn zeigte einigen ART-MV-Interessierten das Gelände der alten Stärkefabrik. Dort könnte
Der Loitzer Horst Triphahn zeigte einigen ART-MV-Interessierten das Gelände der alten Stärkefabrik. Dort könnte während der Aktionswoche ein offenes Graffiti-Atelier eingerichtet werden.t Ulrike Rosenstädt
Werden diese Flächen im Sommer mit Graffitis gestaltet? Die Antwort steht derzeit noch aus.
Werden diese Flächen im Sommer mit Graffitis gestaltet? Die Antwort steht derzeit noch aus. Ulrike Rosenstädt
Blick auf das brachliegende Gelände der alten Loitzer Stärkefabrik.
Blick auf das brachliegende Gelände der alten Loitzer Stärkefabrik. Ulrike Rosenstädt
Ian Wiskow (links) ist der Leiter des Projektes ART-MV. Im kommenden Sommer möchte er diese Aktion auch in Loitz stattfin
Ian Wiskow (links) ist der Leiter des Projektes ART-MV. Im kommenden Sommer möchte er diese Aktion auch in Loitz stattfinden lassen. Ulrike Rosenstädt
Loitz.

Einmal Rampenlicht, immer Rampenlicht? Nun, nicht dass ein kleines Städtchen wie Loitz sich vordrängelt, wenn es darum geht, Aufmerksamkeit zu erregen. Doch dieser ganz eigene Charme, der sorgt jetzt mal wieder dafür, dass vor allem Kulturschaffende und Individualisten das Peenetal-Loitz zur Umsetzung ihrer Projekte entdecken. Jetzt ist auch das Team von ART-MV auf den Ort an der Peene aufmerksam geworden.

So wie einst die Mitarbeiter vom Klassik-Musikfestival Festspiele Mecklenburg-Vorpommern geht es auch den Akteuren von ART-MV. „Dieser Ort strahlt etwas Besonderes aus. Häuser, wie das Haus Tucholski oder Plätze wie die Marina und vor allem auch die brachliegenden Wirtschaftsgebäude, wie die ehemalige Stärkefabrik, oder der große Kornspeicher am Hafen eignen sich für die ART-MV“, erklärte Projektleiter Ian Wiskow jetzt in einer Zusammenkunft mit Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Kommunikation. Als deren Mitglieder, die sich im Rahmen der Zukunftsstadt engagieren, von dem Vorhaben des Stralsunders erfuhren, haben sie sich spontan entschlossen, sich auch bei der ART-MV aktiv mit einzubringen. Das fand der Initiator natürlich sehr gut.

Festspiele MV als Vorbild

Doch was bedeutet seine Aktion nun konkret? Die ART-MV versteht sich als eine Initiative, die „mehrere Kunstausstellungen an verschiedenen Orten in Mecklenburg-Vorpommern vereint und sich die Festspiele MV in der Musik zum Vorbild gemacht hat“, sagte Ian Wiskow. In diesem Jahr beteiligen sich Loitz, Ahrenshoop auf dem Fischland Darß, Neubrandenburg, Plau am See und Benzin im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die ART-MV-Macher planen, dass diese Orte gemeinsame Werbung starten, um auf Plakaten, Homepages und in sozialen Medien Aufmerksamkeit für die kulturellen Aktivitäten zu erzeugen.

Was soll in dieser speziellen Woche im Sommer in Loitz über die Bühne gehen? „Es wird um Klang-, Kochkunst und Tanz gehen“, sagte Ian Wiskow. „Es werden Installationen präsentiert, ein offenes Graffiti-Atelier angeboten, das vor allem auch ein junges Publikum ansprechen soll. Es wird getanzt und vielleicht auch ein Theaterstück aufgeführt. Wir stehen noch am Anfang der inhaltlichen Ausrichtung. Es gibt aber schon viele gute Ideen. Auch die Orte, an denen wir, gemeinsam mit einem möglichst großen Publikum, aktiv werden möchten, haben wir uns schon mal angesehen.“

Mit der Stadt ist vorher noch vieles zu klären

So war der Loitzer Horst Triphahn bereit, der Gruppe, die bereits mit dem Projekt-Macher zusammenarbeitet, das brachliegende Gelände der ehemaligen Stärkefabrik zu zeigen. Angedacht ist nämlich dort das offene Graffiti-Atelier anzubieten. Doch auch der Ballsaal Tucholski und die Peenerei, ehemals Ulis Radladen, sowie der große Kornspeicher am Hafen sollen als Veranstaltungsort dienen.

Allerdings hat gerade bei den städtischen Plätzen die Stadt ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. „Nach meinem jetzigen Kenntnisstand gibt es noch viel zu klären“, sagte die Loitzer Bürgermeisterin auf Nordkurier-Nachfrage. Sie wolle nicht von vornherein Skepsis verbreiten, doch „es geht gerade an den Orten Kornspeicher und Stärkefabrik darum, Sicherheit zu gewährleisten. Es wird sicher noch einige Gespräche mit den Veranstaltern geben. Bisher haben wir noch keine Zusagen gemacht, die Vorbereitungen stehen noch ganz am Anfang, auch ein Termin wurde mit uns als Stadt noch nicht abgestimmt“, sagte Christin Witt. Dennoch, Loitz macht weiter auf sich aufmerksam und kann mit dieser mehrtägigen Aktion möglicherweise seinen Ruf als ein Ort mit besonderen Klang-Farben noch weiter hallen lassen als bisher.

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