NEUHEIT IN MECKLENBURG-VORPOMMERN

Astronomie To Go im aufblasbaren Iglu

Schulklassen und Kitagruppen aus der Region, die einen Ausflug ins Weltall unternehmen möchten, müssen dafür nicht mehr unbedingt zur Demminer Astronomiestation fahren. Denn ab sofort touren Michael Daniliedes und seine Mitarbeiter mit einem ganz besonderen Planetarium durch die Lande.
Als Ergänzung zum Planetarium im Wasserturm bietet Dr. Michael Danielides ab jetzt auch eine mobile Variante an, die sich
Als Ergänzung zum Planetarium im Wasserturm bietet Dr. Michael Danielides ab jetzt auch eine mobile Variante an, die sich vor allem an die Schulen und Kindergärten im Land richtet. Fotos: Tobias Holtz
Ein spezieller Projektor sorgt dafür, dass die Fulldome-Filme auf etwa fünf Meter breite Kuppel über den K&ouml
Ein spezieller Projektor sorgt dafür, dass die Fulldome-Filme auf etwa fünf Meter breite Kuppel über den Köpfen projiziert wird. Foto: Tobias Holtz
Ein spezieller Projektor sorgt dafür, dass die Fulldome-Filme auf etwa fünf Meter breite Kuppel über den K&ouml
Ein spezieller Projektor sorgt dafür, dass die Fulldome-Filme auf etwa fünf Meter breite Kuppel über den Köpfen projiziert wird.
Auch spannende Spaziergänge am digitalen Sternenhimmel sind möglich.
Auch spannende Spaziergänge am digitalen Sternenhimmel sind möglich. Foto: Tobias Holtz
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Auch spannende Spaziergänge am digitalen Sternenhimmel sind möglich. Foto: Tobias Holtz
Auch spannende Spaziergänge am digitalen Sternenhimmel sind möglich. Foto: Tobias Holtz
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Demmin ·

Von Weitem sieht es aus wie eine schwarze Hüpfburg in Iglu-Form. Doch wer die aufblasbare Kuppel betritt, taucht ein in ferne Galaxien und ist den Sternen im wahrsten Sinne des Wortes zum Greifen nah. Denn was da in den vergangenen Wochen immer mal wieder zu Testzwecken im heimischen Vorgarten von Familie Danielides in Zemmin stand, ist nichts anderes als ein mobiles Planetarium. „Damit möchten wir auch den Kindern und Jugendlichen spannende Einblicke in die Welt der Astronomie ermöglichen, die sonst keine Gelegenheit hätten mit ihrer Schulklasse oder Kitagruppe in Demmin oder zu einer anderen Astronomiestation im Land zu kommen. Die Nachfrage ist auf jeden Fall da“, sagte Dr. Michael Danielides, als er dem Nordkurier am Dienstag seine neueste Errungenschaft präsentierte, die es so noch kein zweites Mal in ganz Mecklenburg-Vorpommern gibt. Demmin/Zemmin.

In der letzten Zeit hat der Weltraumphysiker jede freie Minute an der Konstruktion getüftelt, nicht ohne dabei so manche Hürde überwinden zu müssen. „Der Kompressor, der das Planetarium durch Überdruck in Form hält und ständig mit frischer Luft versorgt, war mit 125 Dezibel anfangs so laut, dass die Nachbarn sicher schon gedacht haben, ich lasse einen Düsenjet auf dem Grundstück starten“, scherzte Demmins Chefastronom. Aber dank eines von ihm entwickelten Schalldämpfer-Systems konnte er das Problem letztlich beheben.

Wie beim Planetarium an den Tannen wird bei der kleineren Variante ein spezieller Projektor eingesetzt, der die fünf Meter breite Kuppel in eine 360-Grad-Kinoleinwand verwandelt. Dadurch ist der Zuschauer mittendrin im Geschehen – ganz ohne 3D-Brille auf der Nase. Das Programm selbst wird dabei je nach Interessenlage variabel gestaltet. Neben lehrreichen Spaziergängen am digitalen Sternenhimmel können dort künftig auch multimediale Fulldome-Shows gezeigt werden. „Die sind vor allem bei den Jüngsten sehr beliebt“, weiß Danielides. Die mobile Variante bietet Platz für 20 Kinder, die aber nicht auf einem Stuhl, sondern auf einem Kissen am Boden sitzen. „Wenn die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, weil die Jungen und Mädchen aus unterschiedlichen Gruppen kommen, kriegen wir etwa die Hälfte unter“, macht der Weltraumphysiker deutlich.

Kitas und Schulen in MV, die das neue Angebot gerne nutzen möchten, können sich ab sofort per Email an [email protected] oder telefonisch unter 0151 53084028 mit ihm in Verbindung setzen. Voraussetzung ist, dass ein entsprechend großer Raum zur Verfügung steht. „Solange das Wetter noch mitspielt, kann die Vorführung aber auch draußen auf einem geeigneten Platz stattfinden. Bis das mobile Planetarium steht, dauert es circa eine Stunde. Wenn wir ein bisschen Übung haben, geht es vielleicht sogar etwas schneller“, meint Demmins Chefastronom augenzwinkernd.

 

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