Die Badesaison im Demminer Freibad könnte den Bach runter gehen, wenn sich nicht doch noch Rettungsschwimmer finden.
Die Badesaison im Demminer Freibad könnte den Bach runter gehen, wenn sich nicht doch noch Rettungsschwimmer finden. Peter Schönfeld
Die Biberburg kämpft mit immer neuen Schwierigkeiten. Nachdem die Sanierung nicht wie geplant ablaufen kann, plagen nun a
Die Biberburg kämpft mit immer neuen Schwierigkeiten. Nachdem die Sanierung nicht wie geplant ablaufen kann, plagen nun auch Personalsorgen. Christine Gerhard
Freibad

Badesaison bedroht – es fehlen Rettungsschwimmer

Im Demminer Schwimmbad soll ab Juni wie gewohnt geplanscht werden. Doch nach Problemen mit der Sanierung fehlt es nun an Personal.
Demmin

Noch rund drei Monate ist es hin, bis das Demminer Schwimmbad „Biberburg” in die neue Saison starten will. Die Vorbereitungen dazu laufen bei der Stadt und dem Betreiber auf Hochtouren. Deren Pläne kollidieren jedoch bisweilen mit der Realität. So hatte das Bauamt jüngst bekannt geben müssen, dass der angedachte erste Teil der Sanierung in diesem Jahr nicht vollumfänglich umgesetzt werden kann. Und bezüglich des Personals für den Schwimmbadbetrieb tauchen nun ebenfalls Fragezeichen auf.

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Betreiber findet kein Personal

So sind die Saisonarbeitsplätze für Servicekräfte an Einlass und Verkauf bisher unbesetzt. Problematischer könnte es jedoch an anderer Stelle werden. Denn auch Rettungsschwimmer fehlen derzeit noch. „Es ist nicht so einfach, jemanden für drei Monate zu kriegen“, sagt Bernd Koltz. Ein Mitarbeiter für die Freibadsaison sei daher schon komplett in Koltz‘ Unternehmen angestellt und für das restliche Jahr unter anderem als Hausmeister eingesetzt.

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Bleiben noch zwei offene Rettungsschwimmerstellen, um den Betrieb im Sommer abzusichern. „Es ist so, dass wir bisher immer einen polnischen Schwimmer hier hatten“, sagt er. Nach acht Jahren im Einsatz für die Demminer Badefans kehrt dieser allerdings nicht zurück. Ernsthafte Bewerbungen von anderen Kandidaten gab es bislang keine. „Im Moment sind wir noch in Gesprächen mit einer Erfurter Firma“, so Koltz. Diese vermittle unter anderem polnische Arbeitskräfte.

Notfalls müssen Stadt-Angestellte ran

Auch die Stadt selbst ist inzwischen aktiv geworden und unterstützt über die sozialen Medien bei der Suche. „Am Ende betrifft es uns ja alle“, so Nancy Klevenow vom Stadtmarketing. Der große Erfolg blieb auf diesem Weg allerdings noch aus. „Ein oder zwei Leute haben sich bisher gemeldet“, sagt sie.

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Feststeht: Mit nur einem Rettungsschwimmer lässt sich die Saison nicht bestreiten. Dennoch soll der Badespaß ungetrübt stattfinden können – im Zweifel ohne die volle Zahl der Saisonkräfte. Laut Koltz käme dann das städtische Personal für die Biberburg ins Spiel. „Bei der Stadt sind zwei Bademeister angestellt“, sagt er. Diese hätten in den vergangenen Saisons hauptsächlich Organisations- und Koordinierungsaufgaben übernommen, könnten aber auch als Rettungsschwimmer einspringen.

Doch bis im Extremfall eine derartige Notlösung greifen muss, gibt Koltz die Hoffnung nicht auf, passendes Personal zu finden. Denn eine klare Bewerbungsfrist gibt es nicht. „Am 1.  Juni beginnt die Saison, bis dahin haben wir noch ein bisschen Luft“, sagt er.

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