Streit um Übergang-Ausbau:

Bahn kommt der Stadt entgegen

Die Fronten im Streit der Stadt mit der Deutschen Bahn um den Bahnübergang in der Jarmener Straße waren verhärtet. Doch neue Vorschläge könnten eine Lösung bringen.
Denny Kleindienst Denny Kleindienst
Wie könnte der Neubau der Bahnübergänge im Pensiner Weg und der Jarmener Straße aussehen. Die Deutsche Bahn hat nun erstmals Vorschläge gemacht, mit denen auch die Stadt leben kann.
Wie könnte der Neubau der Bahnübergänge im Pensiner Weg und der Jarmener Straße aussehen. Die Deutsche Bahn hat nun erstmals Vorschläge gemacht, mit denen auch die Stadt leben kann. Denny Kleindienst
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Demmin.

Die Deutsche Bahn gegen die Stadt Demmin, das war zuletzt die Lage. Die Bahn wollte aus dem Pensiner Weg eine Sackgasse machen, sich zugleich aber nicht um die Umleitungsstrecken kümmern. Stadtverwaltung und -vertretung erwarteten genau das. Sie sahen die Bahn in der Pflicht. Mit der Verkehrs-Untersuchung, die von zwei Vertretern der Deutschen Bahn am Montagabend im Demminer Stadtentwicklungsauschuss vorgestellt wurde, hat die Bahn nochmals ihren Standpunkt bekräftigt. So kommt die Untersuchung letztlich zu dem Ergebnis, dass das vorhandene Straßennetz in der Lage ist, den umgeleiteten Verkehr zu bewältigen.

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses widersprachen umgehend. Demmins Baumamtsleiter Dietmar Schmidt sprach dabei vom „Kernproblem“, dass all diese Umleitungspläne „zu Lasten der Stadt“ sind. Schmidt fügte noch hinzu, dass „wir jetzt an einem Punkt sind, wo man noch beraten kann.“ Sonst, sagte er, träfe man sich als nächstes vor Gericht. Dazu will es die Bahn offenbar nicht kommen lassen. Deshalb präsentierte Britta Schwigon von der DB Netz AG vier mögliche Varianten für den Neubau des Bahnübergangs, inklusive erster Entwurfsskizzen.

Seelenbinder-Halle soll weichen

Sie stellte zum einen die „Alles-bleibt-wie-es-ist-Lösung“ vor mit den zwei Bahnübergängen in der Jarmener Straße und im Pensiner Weg. Eine Lösung, die zwar „klappen könnte“, die nicht zuletzt wegen langer Schließzeiten aber wohl die schlechteste wäre. In zwei anderen Varianten würde der Pensiner Weg umgeleitet und dann nicht mehr über die Bahngleise, sondern direkt auf die Jarmener Straße führen. Und zwar an der Stelle, wo derzeit noch die Werner-Seelenbinder-Halle steht. Je nachdem wie spitz diese Kurve vor den Bahngleisen verläuft, muss entweder nur die Halle weg oder auch noch das dahinter liegende Gebäude. Die vierte Variante wäre ein großer Kreisverkehr, der das gesamte Areal des jetzigen Doppel-Bahnübergangs umfasst. Nachdem alle vier möglichen Lösungen präsentiert waren, sprach Jörg Zimmermann von „unserer Gesprächsbereitschaft“.

 

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