Gemeindevertreterin Kathi Dittbrenner würde sich über einen neuen Eigentümer für die beiden Gebäude s
Gemeindevertreterin Kathi Dittbrenner würde sich über einen neuen Eigentümer für die beiden Gebäude sehr freuen. Kai Horstmann
Dieses Bahnhofsgebäude soll einmal Empfangsgebäude werden und liegt gleich neben den Versteigerungsobjekten.
Dieses Bahnhofsgebäude soll einmal Empfangsgebäude werden und liegt gleich neben den Versteigerungsobjekten. Kai Horstmann
Kathi Dittbrenner ist verwundert über das Schlaflager, das in dem kleineren Haus zu finden ist.
Kathi Dittbrenner ist verwundert über das Schlaflager, das in dem kleineren Haus zu finden ist. Kai Horstmann
Reiner Vandalismus zerstörte in dem kleineren Haus wohl diesen Kachelofen.
Reiner Vandalismus zerstörte in dem kleineren Haus wohl diesen Kachelofen. Kai Horstmann
Immobilien

Bahnhofshäuser in Sternfeld vor Versteigerung

Der Eigentümer der beiden Wohnhäuser am Bahnhof Sternfeld möchte die Gebäude mit einer Versteigerung endlich los werden. Das wäre auch der Gemeinde recht, der die maroden Häuser schon länger ein Dorn im Auge sind.
Sternfeld

Es tut sich was auf dem Bahnhof Sternfeld. Dort stehen zwei leere Wohnhäuser, wobei das kleinere augenscheinlich eine direkte Gefahr für Kinder darstellt. Denn das Haus steht offen und ist ein gefährlicher Spielplatz für Kinder, weil die Treppen morsch sind und die Decken einzustürzen drohen. Erst vergangene Woche beriet sich der Gemeinderat darüber, wie man am schnellsten die Gefahrenquelle beseitigen könnte.

Auflagen für Sicherung der Häuser

Daraufhin hat das Amt Demmin-Land einen seiner Mitarbeiter vom Ordnungsamt losgeschickt, um die Sicherheit zu überprüfen. Anschließend wird nach den Worten von Amtschef Jörg Puchert dem Besitzer aus Friedrichshafen in Baden-Württemberg gegebenenfalls eine Frist für die Sicherung des Geländes gesetzt. Erfüllt er die Auflagen nicht, dann werden diese auf seine Kosten durchgeführt.

Doch der Eigentümer hat das Interesse an den beiden Gebäuden offenbar schon längst verloren. Nachdem sich auf Ebay Kleinanzeigen kein Käufer gefunden hat, lässt er die beiden Häuser am 13. März bei der Immobilien-Auktion in Berlin versteigern. Das Mindestgebot steht bei24 000 Euro. Die beiden Gebäude werden als sanierungsbedürftig und stark sanierungsbedürftig ausgewiesen.

Gute Nachricht? Es kommt auf den Käufer an

Kathi Dittbrenner, Mitglied im Gemeinderat, hält die Versteigerung der beiden Häuser für eine gute Nachricht. Wenn der neue Besitzer Geld in die Hand nehmen würde, könnten die Probleme gelöst werden und die Sicherheit wäre wieder gewährleistet.

Thomas Korrmann, Bürgermeister der Gemeinde Hohenmocker, sieht die Neuigkeit etwas skeptischer. Als er das Ordnungsamt wegen der Gefahrenquelle benachrichtigte, hörte er bereits von der Versteigerung. „Man muss aber erst einmal abwarten, wer die Häuser kauft. Ich habe schon einige Leute erlebt, die hier groß investieren wollten und dann passierte nicht mehr viel. Wie zum Beispiel beim Gutshaus in Tentzerow.“

Der Berliner Architekt Stefan Klinkenberg, der Schloss Broock gekauft hat, gehört sicherlich zu den guten Beispielen, bei denen den Worten auch Taten folgten. Ihm gehört ebenfalls das große Bahnhofsgebäude in Sternfeld, das er zeitgleich mit dem Schloss gekauft hat. Da haben zwar die Bauarbeiten noch nicht angefangen, aber die Baugenehmigung liegen bereits vor.

Empfangsbahnhof für Schloss Broock

Hier soll bis 2022 ein Empfangsbahnhof für Gäste entstehen, die unter anderem die Veranstaltungen auf Schloss Broock besuchen und mit der Bahn anreisen. „Aber neben meinen Veranstaltungen entwickelt sich in den umliegenden Gemeinden einiges. So wird unter anderem Yoga in Tentzerow angeboten. Wenn mein Empfangsbahnhof in Betrieb geht, wird auch der Wert der zur Versteigerung stehenden Häuser steigen. So ist es eine Überlegung wert, ob da nicht Ferienwohnungen entstehen können“, schildert Stefan Klinkenberg.

Der Berliner Architekt kennt den Eigentümer der beiden Häuser und weiß, dass dieser schon seit längerer Zeit die Gebäude verkaufen möchte. Einmal stand auch alles bereits vor einem Vertragsabschluss, aber dem vermeintlichen Käufer fehlte schlichtweg das Geld. Doch selber kaufen möchte er die Versteigerungsobjekte nicht. „Ich habe genug mit Schloss Broock und dem Bahnhofsgebäude zu tun. Da möchte ich mir nicht noch zusätzliche Kosten aufbürden“, sagt Stefan Klinkenberg.

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