Elektromobilität

Bald erste Ladesäulen für E-Bikes in Demmin?

Elektro-Autos genießen auf den Straßen der Region immer noch Exoten-Status. Bei E-Bikes steigt die Nachfrage hingegen stetig. Doch bislang fehlt es in der Hansestadt an öffentlichen Ladestationen. Das soll sich nun ändern.
Für die Akkus von E-Bikes soll es auch in Demmin bald Ladestationen geben.
Für die Akkus von E-Bikes soll es auch in Demmin bald Ladestationen geben. Tobias Hase
So ähnlich könnten die Demminer Ladestationen aussehen.
So ähnlich könnten die Demminer Ladestationen aussehen. Stadtwerke Demmin
Demmin

Was gibt es Schöneres, als sich im Urlaub aufs Rad zu schwingen und dabei die frische Luft, das schöne Wetter und eine herrliche Landschaft mit allen Sinnen zu genießen. Vor allem E-Bikes, also Fahrräder mit einem elektrischen Hilfsmotor, werden für solche Ausflüge immer häufiger genutzt. Doch wenn der Akku unterwegs schlappmacht, sieht es mit neuem „Saft“ aus der Steckdose bisher schlechte aus. Denn öffentliche Ladesäulen sucht man im Demminer Stadtgebiet nämlich vergebens.

Nach Ansicht der IVD-Fraktion muss sich daran schnellstmöglich etwas ändern, wie deren Vorsitzender Reinhardt Friedrichs bei der letzten Stadtvertretersitzung deutlich machte. „Mit dem Aufbau einer entsprechenden Lade-Infrastruktur leistet die Stadt nicht nur einen nachhaltigen Beitrag für den Klimaschutz, sondern fördert gleichzeitig den heimischen Tourismus und die regionale E-Mobilität. Wir dürfen bei diesem Thema nicht länger hinterherhängen. Die jahrelange Diskussion muss endlich zu einem Ergebnis führen, zumal die Umsetzung von der Bundesregierung auch finanziell unterstützt wird“, begründete er den eingereichten Antrag.

Erster Antrag schon 2018 gestellt

Tatsächlich hatte Friedrichs für die frühere SPD-Fraktion schon im Sommer 2018 einen nahezu wortgleichen Antrag gestellt, woraufhin die Verwaltung den Auftrag erhielt, in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Energieversorger die Installation von Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos auf stadteigenen Grundstücken in allen Ortsteilen zu prüfen. „Passiert ist seitdem allerdings nichts. Deswegen wollten wir jetzt zumindest bei den Elektrofahrrädern nochmal darauf aufmerksam machen“, betonte der IVD-Fraktionschef.

Bürgermeister Michael Koch versicherte jedoch, dass dieses Thema auf keinen Fall vom Tisch sei und bereits Gespräche stattgefunden hätten. „Uns wurde bei einer Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke ein Ladesystem vorgestellt, bei dem ein Fahrradständer mit einer witterungsbeständigen Schuko-Steckdosenleiste kombiniert ist. Das Problem dabei ist, dass es für die verschiedenen E-Bike-Typen auch unterschiedliche Kabel- und Stecksysteme gibt. Und da wohl kaum jemand sein eigenes Ladegerät auf dem Gepäckträger immer dabei hat, müssen wir noch eine Lösung finden, wie solche Stationen dann auch von allen E-Bike-Besitzern genutzt werden können“, so Koch.

Stefan Tabbert schlug vor, den Aufbau einer Lade-Infrastruktur nicht allein der Verwaltung zu überlassen, sondern auch die örtlichen Gewerbetreibenden mit ins Boot zu holen. „Gerade bei Hotels, Cafés und Gaststätten, wo viele Touristen vorbeikommen, wäre das eine gute Ergänzung“, so der UWG-Mann.

Geld erst im nächsten Jahr vorgesehen

Bei den Stadtvertretern stieß der Antrag der IVD zur Förderung der E-Mobilität letztlich auf breite Zustimmung. „Wir werden uns in absehbarer Zeit mit einer Lösungsvariante auseinandersetzen und auch beraten, an welchen Standorten solche Ladestationen sinnvoll sein könnten“, sagte Michael Koch nach dem Beschluss. Die Umsetzung wird allerdings erst im kommenden Jahr erfolgen können.

Für die Vorplanung und eine gegebenenfalls erforderliche Beteiligung sind im Investitionsplan für 2021 Mittel in Höhe von 15 000 Euro vorgesehen. Eine Summe, die durchaus nicht zu hoch gegriffen ist. Immerhin müssen pro E-Bike-Ladestation laut aktuellen Marktpreisen in der Regel zwischen 800 und 1200 Euro hingeblättert werden. Wer seinen Fahrrad-Akku künftig in der Hansestadt aufladen will, soll dafür aber nicht zur Kasse gebeten werden. „Das ist ein Service, den wir bei den städtischen Stationen kostenlos anbieten“, verspricht Kämmerer Ronny Szabó.

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Kommentare (3)

warum seine Energierechnung immer höher ausfällt. Die weltweit höchsten Preise für Elektroenergie sind garantiert ein Standortfaktor par excellence. Wenn es wirklich eine Nachfrage gäbe, wären schon längst Anbieter präsent. Im Abgreifen öffentlicher Mittel sind die Kommunisten traditionell zu Hause. Wer blecht für den Müll?

Bei Ihrem blinden Hass auf alles, was nicht so denkt wie Sie, sollten Sie aber auch erwähnen, dass 2018 die ENF-Fraktion mit Herrn Pretzell über 400000 Euro öffentliche Gelder für Champagner und Luxusessen verpasst hat!

Bei Ihrem blinden Hass auf alles, was nicht so denkt wie Sie, sollten Sie aber auch erwähnen, dass 2018 die ENF-Fraktion mit Herrn Pretzell über 400000 Euro öffentliche Gelder für Champagner und Luxusessen verprasst hat!