Auch wenn die Band „Feine Sahne Fischfilet“ für 2020 eine Schaffenspause angekündigt hat, wird es wohl z
Auch wenn die Band „Feine Sahne Fischfilet“ für 2020 eine Schaffenspause angekündigt hat, wird es wohl zumindest ihr Heimfestival in Jarmen geben. Stefan Hoeft
Auch wenn die Band „Feine Sahne Fischfilet” für 2020 eine Schaffenspause angekündigt hat, wird es wohl z
Auch wenn die Band „Feine Sahne Fischfilet” für 2020 eine Schaffenspause angekündigt hat, wird es wohl zumindest ihr Heimfestival in Jarmen geben. Stefan Hoeft
Ob auch die Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee wieder Veranstaltungsort für das nächste „Wasted in Jarmen&rdq
Ob auch die Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee wieder Veranstaltungsort für das nächste „Wasted in Jarmen” wird, erscheint derzeit noch unklar. Stefan Hoeft
Bandpause

Feine Sahne macht 2020 Pause - Was wird aus „Wasted in Jarmen“?

Die Band „Feine Sahne Fischfilet“ hat für das nächste Jahr zwar eine musikalische Schaffenspause angekündigt. Doch verzichtet sie auch auf ihr Heimspiel?
Jarmen

Die von „Feine Sahne Fischfilet“ für 2020 angekündigte Band-Pause ist vonseiten der Fans zwar nicht gerade mit Freudensprüngen aufgenommen worden, doch die geäußerten Beweggründe für dieses Sabbatjahr akzeptieren die meisten, viele durchaus wohlwollend. Immerhin erlebten die Musiker in der jüngeren Vergangenheit eine Ära und Resonanz, die sich mit ihrem Lied „Alles auf Rausch“ wohl bestens beschreiben lässt.

Und das hat trotz allem Spaß spür- und sichtbar enorme Kräfte von den Künstlern und ihrer Mitstreitern abverlangt. Nicht nur einmal schien die Grenze der Belastungsfähigkeit erreicht. „Ja, mit Pause meinen wir wirklich Pause. Selbst wir sechs können das noch nicht so richtig glauben, aber so ist es und so machen wir es“, schreibt der aus Jarmen stammende Sänger Jan „Monchi“ Gorkow dazu.

Viele Fan-Anfragen

Trotzdem gibt es immer wieder und verstärkt Anfragen, ob dieser Schnitt auch für das „Wasted in Jarmen“ gilt, welches die Band in der gleichnamigen vorpommerschen Kleinstadt seit 2016 als ihr Heimfestival organisiert und groß gefeiert hat, in diesem August sogar über zwei volle Tage. Um eine offizielle Antwort drücken sich die Musiker angesichts die vielen und hohen Erwartungen noch herum, doch die für so eine Veranstaltung nötigen umfangreichen Vorausplanungen und vor allem die Absprachen mit den Beteiligten vor Ort lassen sich im Peenetal nur schwer restlos geheim halten. Demnach scheint nach derzeitigem Stand nun klar, dass erneut das letzte Augustwochenende auf und um den Jarmener Motoballplatz dafür reserviert wurde.

Das bestätigte der Frontmann jetzt erstmals öffentlich bei einer Sitzung der Abgeordneten der Gemeinde Bentzin, der die benachbarte Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee gehört. „Wir müssen jetzt schon wichtige Dinge klar machen wegen der Technik und den Crews, diese Leute müssen alle planen können“, erläuterte er. Verbunden mit der Ankündigung, möglichst auch diese Freizeitoase am Sandstrand wieder voll ins Programm mit einzubeziehen.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

„Ihr macht nach dieser Tour doch nicht wirklich Pause, oder?“ Doch! In einem Monat startet unsere Tour. Da uns jetzt immer mal wieder Leute angesprochen haben, ob das wirklich auch so stimmt mit der Pause nach der Tour.: Ja, mit Pause meinen wir wirklich Pause. Selbst wir sechs können das noch nicht so richtig glauben, aber so machen wir es.In den letzten Jahren hatte es nie mit einer Auszeit geklappt.Coole Anfragen oder Sachen passierten, die wir nicht eingeplant hatten, sodass man sich trotz „Komm, wir halten das ‚Nein‘ jetzt endlich mal durch“ dann doch auf einer Bühne wiederfand. Ob nun in Paris oder in Demmin. Was wir in den letzten Jahren erleben durften, war manchmal grandios und manchmal beschissen. Manchmal feierte man die eigenen Ideen, die plötzlich aufgingen. Manchmal war man der größte Idiot und verriss Sachen, die man nicht verreißen wollte. In Momenten, in denen wir Ruhe tanken wollten, kamen auf einmal wie bspw. Chemnitz um die Ecke. Eigentlich wolltest du Urlaub machen und dann musst du innerhalb von ein paar Tagen in Dessau, ein "Brauhaus statt Bauhaus"-Konzert organisieren, weil irgendwelche Lappen vor den Nazis einknicken. Zwischen den Auftritten kommt noch der ein Kinofilm über @monchi.fromm und uns raus und so sitzt man dann bei über hundert Filmvorführungen, vom Jugendknast in Sachsen bis zur Dorftour durch MV. Viel schön, aber auch viel an der Schmerzgrenze. Geniale Festivals, Touren. Geniale Momente mit der Crew und Freunden. Vom Rock am Ring, über unser @wastedinjarmen bishin zu Konzerten aufm Tour. Alles auf Rausch! Aber dieses Mal bekommen wir es mit der Pause hin. Nächstes Jahr: Keine Tour, keine Spontanauftritte. Einfach Pause machen, gucken was kommt. Mal das machen, was man neben der Band auch mag. Zuhause sein, Reisen, schnarchen. Vllt. den Proberaum entstauben. Umso mehr freuen wir uns einfach auf die Tour. Umso mehr werden wir da auf die Kacke hauen.Komplettabriss als krönender Abschluss von „Sturm & Dreck“.Aufsaugen, geniessen, abdrehen.Wir hoffen, dass ihr euch min. genauso drauf freut. 16 Städte vor der Pause heisst 16 Mal Alarm. Wir hoffen ihr habt genauso Bock drauf. Wir sehen uns im Nov und Dez!

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Lob von der Gemeinde

Schließlich sei es diesen Sommer nach den vielen Improvisationen der Vorjahre das erste Mal so gewesen, dass sie die Geschichte richtig rund fanden und durchweg zufrieden waren. „Klar gibt es immer Sachen, die man verbessern könnte. Aber wir haben uns sehr gefreut, dass das so gut geklappt hat“, erklärte der Sänger. Zumal die Aufrufe an die Fans durchweg fruchteten, das Festivalgelände wie das Wohnzimmer der FSF-Jungs zu achten und gerade mit dem frisch errichteten Multifunktionsgebäude der Badeanstalt besonders sorgsam umzugehen, immerhin der ganze Stolz der Kommune. „Ich hätte darauf gewettet, dass das bemalt oder beklebt wird, damit hatten wir fest kalkuliert“, gestand er ein. Am Ende allerdings gab es lediglich einen kaputten Seifenspender zu beklagen, resultierend aus der Dauernutzung.

Daher durfte sich Jan Gorkow eine Menge Lob aus der Abgeordneten-Runde anhören, viele zeigten sich angetan von dem Veranstaltungsprogramm sowie dem Verhalten der Akteure und Fans. „Ich find’s super, was ihr da aufzieht, auch die Integration der Leute von vor Ort. Das ist eine absolute Bereicherung“, äußerte beispielsweise der zweite Vizebürgermeister Michael Kühling (CDU), der sich so manche selbst anschaute. „Ich glaube, beidseitig ist es eigentlich gewollt, das fortzuführen.“

Allerdings steht genau dahinter für die Badeanstalt momentan ein einzelnes großes Fragezeichen. Weil ein Teil der Gemeindevertretung um Bürgermeisterin Grit Gawrich deutlich andere Vorstellungen von den Vertragsbedingungen zwischen Kommune und Veranstalter hat, was das Catering-Konzept und insbesondere die damit zusammenhängenden Gebühren betrifft. Sie nämlich möchte den regulären Imbiss-Stand auf dem Areal davon ausgenommen wissen. Und ein Kompromiss kam an diesem Abend nicht zustande.

Neben manchem noch ungelegten Ei um das Festivalprogramm 2020 rückt bei den Fans außer der Terminansage für den Kartenvorkauf nun natürlich vor allem die Antwort darauf in den Fokus, ob FSF trotz aller Pausen-Debatten selbst auf der Bühne agieren oder diesmal lediglich als Organisator auftreten wird. Wobei sich momentan noch wohl kaum jemand ein „Wasted in Jarmen“ ohne ein echtes Heimspiel vorstellen kann. Und sei es nur ein kurzes.

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