HOPFENFELD

Bauarbeiten in Demmin verzögern sich

Ruhe ist nicht eingekehrt auf der Hopfenfeld-Baustelle. Dennoch wird sich der Abschluss der Baumaßnahmen um vier Wochen verzögern. Die Ursache dafür liegt in der Erde.
Nordkurier Nordkurier
Auch in der Querstraße ist die Hopfenfeld-Baustelle in vollem Gange.
Auch in der Querstraße ist die Hopfenfeld-Baustelle in vollem Gange. Lea Biermann
Demmin.

Große Pfützen und abgelegte Rohre am Straßenrand. Viel mehr ist dieser Tage nicht zu sehen, auf der Baustelle am Hopfenfeld. Jedoch täuscht der erste Eindruck. Wer einen Blick in die Abzweigung der Straße wirft, entdeckt, dass die Bauarbeiten weiter vorangehen. Ein großes Loch klafft im Boden der Straße und Bagger transportieren die neu zu verlegenden Rohre über die Demminer „Huckelpiste“. Viel ist hier schon passiert seit dem Baubeginn Ende Oktober. Aber es muss auch noch einiges getan werden, bis die Baustelle am Hopfenfeld wieder zur Straße wird.

Noch im Dezember ließ der Bauamtsleiter Dietmar Schmidt verlauten, dass die Baumaßnahmen gut im Zeitplan lägen. Bis zum August dieses Jahres sollten die Arbeiten beendet sein. Nun kommt es allerdings doch zu Verzögerungen. Zwar blieb der Winter wie erhofft so mild, dass die Bauarbeiten fortgesetzt werden konnten. Jedoch hat ein anderes Problem dazu geführt, dass die Baustelle vier Wochen länger andauern wird.

„Da lagen Leitungen, die noch keiner gekannt hat“, berichtet Dietmar Schmidt auf Nachfrage des Nordkurier. Dies führte dazu, dass zusätzliche, nicht geplante Leitungen verlegt werden mussten. Solche unverhofften Leitungsfunde kämen laut Schmidt dadurch zustande, dass manche der alten Leitungen nicht digital erfasst worden seien. Dadurch berücksichtigten die Bauträger diese in den Bauplänen zunächst nicht. Mit etwas zeitlicher Verzögerung geht nun aber wieder alles seinen Gang und auch die Anwohner werden darüber hinaus nicht weiter eingeschränkt werden. Es gibt regelmäßige Termine zur Baustellenberatung, bei der sich Anwohner Information und Rat einholen könnten, sagt Dietmar Schmidt. Bis jetzt habe er aber von keiner Beschwerde am aktuellen Verlauf der Bauarbeiten erfahren.

Was noch getan werden muss

Wie viel Zeit die Bauarbeiten an der Kanalisation noch in Anspruch nehmen werden, kann der Demminer Bauamtsleiter jedoch noch nicht sagen. Seit vergangenem Herbst werden hier vom Wasser- und Abwasserzweckverband Demmin/Altentreptow nicht nur die Rohre erneuert, sondern auch ein neues Doppel-Pumpwerk installiert. Zwar entfallen für die Anwohner die Straßenbaubeiträge in diesem Zeitraum. Pro Haushalt werden jedoch 350 bis 2000 Euro fällig (Nordkurier berichtete). Zustande kommen diese Summen durch Abdichtungsarbeiten am Mauerwerk und Rohrdurchführungen, aber auch deshalb, weil Haushalte neu an das Regenwassersystem angeschlossen werden müssen. Die Kosten, die den Anwohnern entstehen, sind aber nur ein geringer Anteil der gesamten Baukosten. 1,2 Millionen Euro verschlingen die Bauarbeiten am Ende. In dieser Rechnung sind auch die Straßenbauarbeiten kalkuliert, die auf die Arbeiten an der Kanalisation folgen. Verläuft nun alles nach Plan, sind diese bis Ende des Sommers 2020 nicht nur beendet, sondern das Hopfenfeld trägt auch eine frische Asphaltdecke, neue Gehwege und eine erneuerte Straßenbeleuchtung.

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