Ab Freitag sollen Corona-Tests kostenpflichtig sein. Doch dabei gehen nicht alle hiesigen Testzentren mit.
Ab Freitag sollen Corona-Tests kostenpflichtig sein. Doch dabei gehen nicht alle hiesigen Testzentren mit. Kira Hofmann
Robert Petry hat wie die anderen Testzentrums-Leiter noch keine konkreten Informationen zur anstehenden Kostenpflicht bei Corona-Tests. (Archivbild)
Robert Petry hat wie die anderen Testzentrums-Leiter noch keine konkreten Informationen zur anstehenden Kostenpflicht bei Corona-Tests. (Archivbild) Christine Gerhard
Kostenpflicht

Betreiber der Corona-Testzentren schweben in Ungewissheit

Corona-Tests sollen ab Juli kostenpflichtig sein. In den Testzentren herrscht Ungewissheit, denn sie haben bisher keine offiziellen Informationen zur Einführung der 3-Euro-Tests.
Demmin

Die Betreiber der Corona-Testzentren in Demmin und Altentreptow warten auf offizielle Informationen zu der Einführung der kostenpflichtigen Schnelltests. Solange sitzen sie auf heißen Kohlen. Ab Freitag soll ein Corona-Test laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Bürger drei Euro kosten, wie er vergangene Woche in einer Pressekonferenz mitteilte. Diese verfolgten auch die Leiter der Testzentren in Demmin und Altentreptow, wie sie sagen. Doch mehr als diese Medieninformation haben sie bislang nicht zu diesem Vorhaben.

Demminer Testzentrum verzichtet auf Kostenerhebung

Eins steht jedenfalls fest: Sebastian Korth lässt in seinem Testzentrum am Demminer Markt alles beim Alten, wie er sagt. „Bei uns sind die Tests trotzdem weiterhin kostenfrei“, versichert Korth. Jedoch müsse er wegen des Verzichts auf die drei Euro pro Corona-Test das Personal reduzieren sowie beim Vermieter um eine niedrigere Miete bitten. Wie andere Testzentrums-Leiter schwebt auch er in Ungewissheit.

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Denn ursprünglich gilt die Corona-Test-Verordnung nur bis zum 30.  Juni, wie Sebastian Korth sagt. Doch nun werde diese durch die Einführung der kostenpflichtigen Tests erweitert. „Dass die Tests kostenpflichtig werden, hat Lauterbach zwar in den Medien gesagt, doch im Bundesanzeiger steht die neue Verordnung noch nicht drin“, wundert sich Korth.

Auch Robert Petry ist sich unsicher, wie es mit der Kostenbeteiligung an den Corona-Tests weitergeht, sagt er. Petry betreibt das Testzentrum im Demminer Stadtteil Vorwerk und weiß bisher nur, dass er das Testzentrum weiterhin öffnen wird. Weitere Informationen vom Land oder Landkreis hat er nach eigenen Angaben nicht bekommen.

Tests für bestimmte Gruppen weiter kostenlos

Auch über den Testzentren in Altentreptow schwebt eine Wolke der Ungewissheit. Denn dort weiß man bisher ebenfalls nicht viel mehr als das, was der Bundesgesundheitsminister bekannt gab. Wie Oliver Wilk, Verwaltungsleiter des Ärztehauses, sagt, müsse abgewartet werden, bis die Test-Verordnung auf den neuen Beschluss angepasst wurde. Erst dann wisse er, wie es mit dem Testzentrum der Altentreptower Stadtambulanz weitergeht. Geöffnet bleibt es jedenfalls, sagt Wilk.

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Für sogenannte vulnerable Gruppen sollen Corona-Tests weiterhin kostenfrei bleiben. Dazu gehören unter anderem Frauen zu Beginn der Schwangerschaft, Kinder bis fünf Jahre und Besucher von Pflegeheimen und Kliniken. Nach Angaben von Karl Lauterbach ist es den Ländern überlassen, die Eigenbeteiligung auch für weitere Gruppen zu übernehmen.

Wie sich die einzelnen Testzentren auf die kostenpflichtigen Tests vorbereiten, wie viele Testzentren überhaupt mit der Kostenpflicht mitgehen und wie die daraus folgenden Abläufe organisiert werden, wird sich ab Freitag zeigen. Doch bis dahin heißt es noch abwarten.

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