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Betrüger verschicken Fake-Mails

Unternehmer in Demmin und Umgebung fürchten derzeit um ihren guten Ruf. Unter ihrem Namen wurden zuletzt zahlreiche E-Mails an Kunden verschickt. Darin werden sie zum Beispiel aufgefordert, eine Rechnung zu bezahlen, die es gar nicht gibt.

Der Demminer Ingenieur Steffen Teetz wurde Opfer von Internetbetrügern.
Denny Kleindienst Der Demminer Ingenieur Steffen Teetz wurde Opfer von Internetbetrügern.

Der Demminer Ingenieur Steffen Teetz warnt seine Kunden und Bekannten vor falschen E-Mails, die in seinem Namen bei den Adressaten eingehen. Offenbar haben Unbekannte seinen E-Mailaccount benutzt. „Ich weiß nicht, wie die da rangekommen sind”, sagt er.

Etwa 25 Leute haben sich bisher bei ihm gemeldet. Sie wurden entweder aufgefordert, eine Rechnung zu bezahlen, sich Informationen zu irgendeinem Antrag anzusehen oder schlicht den Anhang der Mail zu beachten. Teetz sagt, dass alle, die sich bei ihm gemeldet haben, die E-Mail gelöscht haben.

Keine Ahnung, wie die Täter an die Kontakte kamen

Was ihm die größte Sorge bereitet: Er weiß nicht, wie viele solcher Mails unter seinem Namen insgesamt verschickt worden sind. Und wie viele womöglich den Anhang geöffnet haben. Teetz hat über 1800 Kontakte in seinem Postfach.

Mehrere Male hat er inzwischen sein Netzwerksystem von einem Spezialisten überprüfen lassen, hat außerdem seine Passwörter geändert. „Mein System ist viren- und trojanerfrei”, sagt er. Er kann sich nicht erklären, wie der oder die Unbekannten an die Kontakte kamen.

So wie Steffen Teetz erging es auch dem Drönnewitzer Dachdeckermeister Martin Graf. Auf die Mails, die in seinem Namen verschickt wurden, ist er erstmals am Dienstag angesprochen worden. Ein finanzieller Schaden sei ihm dadurch zwar nicht entstanden, auch sei niemand sauer auf ihn. Dennoch sieht Martin Graf dadurch seine Seriosität gefährdet. Und die ist für einen lokalen Unternehmer ein ziemlich wertvolles Gut.