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Bildungskarte stößt auf zunehmendes Interesse

Von unserem RedaktionsmitgliedGeorg WagnerBei der Abrechnung für das neue System sieht die Kreisverwaltung noch Verbesserungsbedarf.Neubrandenburg.Die ...

Von unserem Redaktionsmitglied
Georg Wagner

Bei der Abrechnung für das neue System sieht die Kreisverwaltung noch Verbesserungsbedarf.

Neubrandenburg.Die Einführung der Bildungskarte für Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket zeigt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte offenbar Wirkung. Nach Einschätzung von Sozialamtsleiterin Dr. Christiane David haben zum einen durch die Berichterstattung über die Umstellung vom Gutschein auf die Karte mehr Menschen als bisher Kenntnis von dem Angebot erhalten und dieses nachgefragt. Zum anderen werben voraussichtlich noch bis Jahresende zwei Beschäftigte der Kreisverwaltung im Außendienst bei Anbietern wie beispielsweise Sportvereinen oder Musikschulen für die Karte und die Leistungen.
In den Altkreisen Müritz und Demmin ist das Christopher Klingenberg, im Altkreis Mecklenburg-Strelitz und der Stadt Neubrandenburg Judith Dabruck. Dank deren Großinfoveranstaltungen und Telefonberatungen könne auf alle Fälle konstatiert werden, dass bereits zahlreiche neue Anbieter „mit im Boot“ seien, erklärte Sozialamtsleiterin David auf Anfrage des Nordkuriers.
Ausgegeben wurden nach ihrer Auskunft bislang 614 Bildungskarten für Kinder aus dem Wohngeldbereich, für 1002 Kinder aus dem Bereich des SGB II und für 12 Kinder im Bereich Sozialhilfe. Mit der Karte soll unter anderem der Zugang zu Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket erleichtert werden.
Solche Schritte hatte jüngst auch der Bürgerbeauftragte des Landes, Matthias Crone, gefordert (der Nordkurier berichtete). Die Kinder geben die Karte beim Anbieter ab, der wiederum bucht über das Internet die Zahlung. Von diesem System seien Anbieter überzeugt, meint Christiane David. Allerdings gab es im März erst eine Abrechnung, „leider noch mit einer kleinen Verspätung. Für den April sind alle Details noch mal mit den einzelnen Verantwortlichen abgestimmt worden, so dass es im April schneller gehen sollte“, so Christiane David.
Unabhängig davon können laut Jobcenter Demmin kleine Anbieter, die nicht über einen Internetanschluss verfügen, aber auch weiterhin Leistungen über Gutscheine abrechnen.

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g.wagner@nordkurier.de