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Bleibt das Haus so marode?

Gebaut aus Klinker in preußischer Zeit und mittlerweile sanierungsbedürftig: das Hauptgebäude des Demminer Amtsgerichts.
Gebaut aus Klinker in preußischer Zeit und mittlerweile sanierungsbedürftig: das Hauptgebäude des Demminer Amtsgerichts.
Georg Wagner

Die Sanierung des historischen Hauptgebäudes in Demmin steht anscheinend noch in den Sternen.

Kaum Neues in Sachen Demminer Amtsgericht - auf diesen kurzen Nenner lässt sich die Antwort des Schweriner Justizministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Peter Ritter (Die Linke) bringen. Er wollte Mitte Oktober wissen, welche konkreten Pläne die Regierung für das sanierungsbedürftige historische Hauptgebäude habe, nachdem der Beschluss gefallen war, das Demminer Gericht in eine Zweigstelle des Neubrandenburger Amtsgerichts umzuwandeln.

Jetzt erhielt er die Antwort, dass das Gebäude so hergerichtet werden solle, dass es von außen ein ordentliches Bild abgebe. Das setze allerdings voraus, dass die künftige Nutzung geklärt sei. Derzeit werde geprüft, ob die Landespolizei das Gebäude nutzen könnte. Sollte das positiv ausfallen, würde eine entsprechende Planung erarbeitet. "Der Zeitpunkt für eine eventuelle Sanierung des Gebäudes und die dafür notwendigen Mittel können erst nach Vorliegen der Planungsunterlagen benannt werden", heißt es in der Antwort aus dem Justizministerium.

Gerade die Nutzung durch die Polizei wird indessen bereits seit Monaten vom Ministerium immer wieder ins Gespräch gebracht. Sie gilt aber aus baulichen Gründen als umstritten. Dem entsprechend  kommentiert Peter Ritter die Antwort aus dem Haus der Justizministerin mit einer rhetorischen Frage: "Wie lange und wie oft noch?"