Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee
Bleibt hier alles heil bis zur Eröffnung?

Was für ein Panorama-Blick auf den Kiessee: Eric Rohloff von der gleichnamigen Fenster- und Türenfirma aus Altentreptow und seine Kollegen legten jetzt letzte Hand an, hier im Raum an der Nordwestecke mit den größten Fenstern.
Was für ein Panorama-Blick auf den Kiessee: Eric Rohloff von der gleichnamigen Fenster- und Türenfirma aus Altentreptow und seine Kollegen legten jetzt letzte Hand an, hier im Raum an der Nordwestecke mit den größten Fenstern.
Stefan Hoeft

Mit dem neuen Multifunktionsgebäude steht die in der Geschichte der Zarrenthiner Badeanstalt bisher wohl wichtigste Investition vor dem Abschluss. Gleichzeitig muss die Gemeinde eine Lösung finden, wie sich das Haus die vielen Monate bis zur offiziellen Eröffnung schadlos halten lässt.

Dass 2018 als ein in mehrerer Hinsicht rekordverdächtiges und zukunftsweisendes Jahr in die Historie der Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee eingeht, steht wohl außer Frage. Einerseits angesichts des Besucheransturms während des ungewöhnlich sonnenreichen und trockenen Sommers sowie beim Fancamp zum Wasted-in-Jarmen-Festival. Andererseits durch den Bau eines Multifunktionsgebäudes samt modernen Sanitär- und Umkleideräumen. Denn auch wenn dieses Haus erst jetzt und damit lange nach dem Ende der Saison fertiggestellt ist, verändert es bereits nachhaltig den Anblick des von der Gemeinde Bentzin betriebenen Freizeitgeländes.

Abwasserproblem konnte gelöst werden

Lange musste die Kommune um dieses Projekt bangen, denn die Finanzierung ließ sich nur über das LEADER-Programm stemmen. Doch um diesen Fördertopf gab es jede Menge Konkurrenz. Doch auch wenn selbst die praktische Umsetzung der Pläne – unter anderem wegen Lieferengpässen – ihre Tücken mit sich brachte, konnten Verzögerungen am Ende so ausgeglichen werden, dass die örtliche Verwaltung wie gefordert bis zum Oktober-Ende die letzten Auszahlungsanträge für die Fördermittel stellen kann, wie die Jarmener Bauamtsleiterin Karina Bodemann resümierte. Denn diese Woche fand die offizielle Bauabnahme statt. Bei der habe es keine größeren Beanstandungen gegeben, berichtete sie anschließend auf Nordkurier-Anfrage.

Auch Bürgermeister Hartmut Giermann zeigte sich glücklich und zufrieden mit dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten. Zumal inzwischen das wegen der Höhenunterschiede buchstäblich anrüchige Abwasserproblem gelöst wurde. Mit dem Einbuddeln und Anschließen einer zweiten Zisterne sollten die kurzfristigen Engpässe erledigt sein, schließlich verdoppele sich damit die Kapazität, so das Dorfoberhaupt.

Einweihung zum Saisonauftakt 2019

Mit der offiziellen Einweihung wollen sich Gemeinde und Verwaltung indes bis ins nächste Jahr gedulden. Die nämlich soll erst zum Saisonauftakt 2019 über die Bühne gehen, um gleich die Nutzer einzubeziehen. Wann genau, darüber entscheide wie so oft beim Thema Badeanstalt das Wetter, sagte Giermann.

Trotzdem machen er und seine Gemeindevertretung sich bereits jetzt Gedanken um die Zukunft des Gebäudes. Schließlich hatten sie bisher schon öfter mit Vandalismus auf dem etwas abseits von der Wohnbebauung gelegenen Areal zu kämpfen, insbesondere in der Winterpause, wenn dort kaum Leute vorbeischauen und die Badeaufsicht fehlt. Vor allem um die Fenster und Türen drehen sich die Befürchtungen, denn ein jährliches Ausbauen oder eine Stacheldrahteinzäunung komme natürlich nicht infrage, erklärt der Bürgermeister. „Wir haben da schon einen Plan, müssen wir ja.“ Die Details würden gerade noch geklärt.