AKTION IN LOITZ

Boote ziehen aus der Peene ins Winterquartier

Raus aus dem Wasser, rauf auf den Trailer, noch einmal unter die Hochdruckdusche und ab ins Winterquartier: In Loitz wurde jetzt ausgekrant. Eine Aktion, die maritime Aufmerksamkeit weckt.
Ulrike Rosenstädt Ulrike Rosenstädt
Beim Auskranen in Loitz packten viele Hände mit an. 27 Boote wurden aus der Peene geholt, um vom Wasser ins Winterquartie
Beim Auskranen in Loitz packten viele Hände mit an. 27 Boote wurden aus der Peene geholt, um vom Wasser ins Winterquartier umzuziehen. Einige Schaulustige ließen sich vom Regen nicht abhalten und verfolgten die Aktion am Hafen. Ulrike Rosenstädt
Damit alle Boote aus luftiger Höhe sicher auf den Trailern landen konnten, mussten die Helfer Präzision und Ausdauer
Damit alle Boote aus luftiger Höhe sicher auf den Trailern landen konnten, mussten die Helfer Präzision und Ausdauer beweisen. Ulrike Rosenstädt
Nach dem Motto „Viele Hände schaffen schnell ein Ende” wurden die Trailer gemeinschaftlich in Richtung Peene
Nach dem Motto „Viele Hände schaffen schnell ein Ende” wurden die Trailer gemeinschaftlich in Richtung Peene gezogen. Ulrike Rosenstädt
Loitz.

Die Information, dass 22 Boote im Frühjahr an der Loitzer Marina ein- und jetzt 27 ausgekrant wurden, sorgte am Sonnabend doch für einiges Erstaunen. Eine Erklärung dafür hatte Jörg Wittmann, der bei der Gemeinschaftsaktion der Segler und Motorbootfahrer schon seit vielen Jahren die Kapitänsmütze auf hat. Wie kommt es nun, dass mehr Segel- und Motorboote an Land gingen? „Ganz einfach: Wir hatten mehr Anfragen“, sagte der Voßbäker. Auch wenn die Seesportfreunde kein Verein sind, gelten bei den Loitzern Regeln. In diesem Falle ungeschriebene. „Wir setzen auf Kameradschaft, unterstützen uns gegenseitig, und vor allem möchten wir, dass dieses wunderbare Hobby, das uns alle verbindet, auch für alle weiterhin bezahlbar bleibt“ , sagte Jörg Wittmann. Der Beitrag, der am Sonnabend fürs Auskranen gezahlt werden muss, war zweistellig. Und zwar deshalb, weil alle mit anpackten. Doch natürlich müssen technische Hilfsmittel, allen voran der große Kran, der auch diesmal wieder viele Blicke auf sich zog, bezahlt werden.

Die Kassierung der Gebühren von allen, die ihr Boot aus dem Wasser hieven ließen, übernahm Emily Wittmann. „Das macht sie sehr zuverlässig und verantwortungsvoll“, sagte Jörg Wittmann. Als alle ihren Beitrag abgeliefert hatten, übergab die junge Peenetalerin die Kasse und die Unterschriftenliste und verabschiedete sich ins Warme. Verständlich. Zwar wehte, anders als beim Einkranen, diesmal nicht so ein scharfer Wind um den Hafenspeicher. Doch es regnete unaufhörlich. Die Männer, die sich tatkräftig an der Aktion beteiligt hatten, waren natürlich mit wasserfester Seglerkleidung gut ausgerüstet. Frei nach dem Motto: „Ein Seemann friert nicht, der zittert nur vor Wut“ trotzten sie dem herbstlichen Schmuddelwetter. Wütend war übrigens auch niemand. Beharrlich wurde an allen Stationen gearbeitet. Egal, ob beim Einweisen des Kranführers, damit die kurzzeitig in der Luft schwebenden Boote auch unbeschadet auf den Trailern landeten, oder beim Abkärchern – alle Jobs verlangten Geduld und Präzision. Kleine Traktoren zogen die Boote dann schließlich zum Winterquartier.

 

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