:

Brände halten die Region in Atem

Immer wieder schlagen Flammen aus den Resten der Strohmiete in Nossendorf. Doch mehr als das Stroh kontrolliert abbrennen zu lassen, konnten die Feuerwehrleute nicht tun.             
Immer wieder schlagen Flammen aus den Resten der Strohmiete in Nossendorf. Doch mehr als das Stroh kontrolliert abbrennen zu lassen, konnten die Feuerwehrleute nicht tun.  
Jana Otto

Eine unruhige Nacht liegt hinter den Feuerwehrleuten der Region, denn wieder haben mutmaßlich Brandstifter ihr Unwesen getrieben. Und wieder einmal hatten sie es auf Strohmieten abgesehen.

 Aus Vanselow wurde die Rettungsleitstelle am Sonnabendmorgen gegen 0.45 Uhr alarmiert. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Demmin, Siedenbrünzow, Tutow, Pensin und Kletzin rückten mit etwa 60 Kameraden an. Eine 60 mal 30 Meter große Miete mit schätzungsweise 4000 Strohballen brannte. "Es war einfach schrecklich. Ich hatte große Angst", schildert Martina Schmidt, die direkt gegenüber wohnt und die lichterlohen Flammen gesehen hat. Ihr Mann war es, der die Rettungskräfte alarmierte. Anfangs brannte nur ein Zipfel, doch das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Während die Feuerwehrleute mit den Flammen kämpften, versuchten der Eigentümer und freiwillige Helfer, mittels mehrerer Radlader noch Strohballen zu retten. Doch etwa die Hälfte wurde vernichtet. Laut Polizeibericht entstanden hier rund 20 000 Euro Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt.

Und noch während die Kameraden in Vanselow im Einsatz waren, wurde ein weiterer Brand gemeldet. Gegen 1.30 Uhr nämlich stand ebenfalls eine Strohmiete in Nossendorf in Flammen. Hier rückten neben der örtlichen Wehr auch Kameraden aus Dargun und Zarnekow sowie aus Warrenzin an. "Die Strohmiete brannte in voller Ausdehnung", beschreibt Einsatzleiter Sven Schacht das Szenario. 40 Feuerwehrleute kämpften hier bis etwa 4 Uhr morgens mit den Flammen, konnten die Miete letztlich jedoch nur kontrolliert abbrennen lassen und verhinderten so, dass das Feuer auf benachbarte Gebäude übergriff. "Das ist eine Katastrophe", meint Landwirt Hartmut Leddig. Das Stroh war als Einstreu für seine Tiere im Winter gedacht. Ob und wie er Ersatz beschaffen kann, steht noch in den Sternen. "Wie wir damit klarkommen sollen, weiß ich nicht", sagt er erschüttert. Den entstandenen Sachschaden schätzt Leddig auf etwa 10 000 Euro.

Die Kriminalpolizei hat unterdessen die Ermittlungen aufgenommen. Daran, dass mal wieder Brandstifter ihr Unwesen trieben, glauben viele in der Region. Wer in Vanselow oder Nossendorf etwas Auffälliges gesehen hat und Hinweise geben kann, sollte sich an die Polizei in Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395 55822223 wenden.

Sieben Polizisten suchen nach dem Demminer Feuerteufel - 26 Brände sollen auf sein Konto gehen