GETREIDEERNTE IN MV

Brandgefährlich: Ernte von Wintergerste beginnt früher

Die Getreide-Ernte hat in diesem Jahr eher begonnen als üblich. Auf den Feldern der Landwirte ist es bereits zu mehreren Bränden gekommen.
Gunnar Meiselbach Gunnar Meiselbach
In diesem Jahr findet der Beginn der Ernte des Getreides rund eine Woche früher statt als üblich.
In diesem Jahr findet der Beginn der Ernte des Getreides rund eine Woche früher statt als üblich. Gunnar Meiselbach
An vielen Orten ist es bereits zu Bränden gekommen.
An vielen Orten ist es bereits zu Bränden gekommen. Gunnar Meiselbach
Die Prognosen für die Ernte sehen nicht besonders gut aus.
Die Prognosen für die Ernte sehen nicht besonders gut aus. Gunnar Meiselbach
Demmin.

Die Getreideernte hat begonnen. Überall im Land werden jetzt wieder große Staubwolken über den Feldern auftauchen. Wenn diese grau werden ist das ein Grund, die Feuerwehr zu rufen. Das Landwirtschaftsministerium weist darauf hin, dass es aufgrund der extremen Trockenheit zu einer erhöhten Brandgefahr kommt.

Bereits am Mittwoch und Donnerstag sind zwei Brände bei Greifswald ausgebrochen. In der Gegend um Pasewalk standen außerdem 20 Hektar in Flammen. Auch in der Nordwestuckermark brannte ein Getreidefeld. Funken von Steinen, die in den Erntemaschinen aufeinander schlagen Steinen können die Felder entzünden.

Brände vermeiden

Es sollte darauf geachtet werden, noch stehende Bestände nicht zu gefährden. Helfen würde es bei der Ernte die Windrichtung zu beachten. Das rät der Vorsitzende der Lindenberger Agrargenossenschaft, Jens Fraam. Bei ihm konnte am Donnerstag ein Brand noch mit den Füßen ausgetreten werden.

Das Landwirtschaftsministerium informiert außerdem darüber, dass aufgrund der Trockenheit vereinzelt Bestände gehäckselt werden mussten, um sie wenigstens noch verfüttern zu können. Jens Fraam ist mit seinem Betrieb in einer glücklicheren Lage: „Bei uns ist das Getreide noch druschwürdig.”

Prognose für die Ernte

Zwei große gelbe Mähdrescher der Lindenberger bewegten sich am Donnerstagnachmittag über ein Feld von Wintergerste in der Nähe des Dorfes Alt-Kentzlin südöstlich von Demmin. „Wir lassen uns vom Ernteergebnis überraschen”, das sagt Fraam.

„Die Ernte wird schlecht, aber keine Katastrophe”, beurteilt Fraam aber die aktuelle Lage. Er sieht, dass die Bestände viel zu dünn sind und es gibt nur wenig Ähren auf der Fläche. Auch die Körner seien nicht richtig ausgebildet. Die Niederschläge der letzten Tage hätten da auch nicht mehr viel geändert.

In diesem Jahr findet der Beginn der Ernte des Getreides rund eine Woche früher statt als üblich. In ganz Mecklenburg-Vorpommern stehen in diesem Jahr rund 127.000 Hektar Wintergerste.

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