VERKEHRSKONZEPT

Lkw bremsen Verkehrsberuhigung in Demmin aus

Jahrelang wurde über ein neues Verkehrskonzept für Demmin diskutiert, doch in letzter Zeit ist es darum ziemlich still geworden. Ist die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt auf Eis gelegt?
Georg Wagner Georg Wagner
Wo sich zwei Bundesstraßen treffen wie in Demmin, herrscht viel Verkehr. Die Stadt würde gerne die City entlasten, doch das geht gar nicht so einfach. Derzeit liegt das Verfahren beim Straßenbauamt Neustrelitz. 
Wo sich zwei Bundesstraßen treffen wie in Demmin, herrscht viel Verkehr. Die Stadt würde gerne die City entlasten, doch das geht gar nicht so einfach. Derzeit liegt das Verfahren beim Straßenbauamt Neustrelitz. Georg Wagner
Demmin.

Wenn in Demmin der Berufsverkehr ins Rollen kommt, wird es am Luisentor eng. Denn die zweispurige Bundesstraße wird dort auf eine Spur eingedampft, der Verkehr von rechts muss sich nach links einfädeln, und das ist nicht der einzige Engpass. Auch der Heilgeistberg, wo sich der Verkehr Richtung Innenstadt beziehungsweise Dargun trennt, ließe sich dazu rechnen, und das Ganze wird dann noch verstärkt durch das zusätzliche Fahrten produzierende System der Einbahnstraßen.

Vor rund sieben Jahren hatte deshalb der Verkehrsplaner Heinz Mazur eine Neuorganisation des innerstädtischen Straßennetzes als dringend geboten bezeichnet. Seitdem wird darüber diskutiert, ohne dass die Sache wirklich vorangekommen wäre. Zuerst erwies sich nach planerischen Vorarbeiten der Stadt, dass diese nicht zuständig war, dann bremste das Landesamt für Straßenbau und Verkehr alle Pläne aus. Eine längere Strecke einspurig bei gleichzeitigem Schwerlastverkehr, das gehe nicht, befand es.

Wie könnte man den Schwerlastvekehr aus der Innenstadt fernhalten?

Seitdem ist es still geworden um eine neue Verkehrskonzeption für die Hansestadt. Ganz untätig blieben die Behörden aber nicht. Das Straßenbauamt Neustrelitz will demnächst die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie ausschreiben. Das sei in Vorbereitung, sagt Amtsleiter Jens Krage. Auch von dieser Studie ist schon seit Längerem die Rede. Allerdings mussten laut Krage erst noch einige Rahmenbedingungen geklärt werden.

Mit am vordringlichsten dürfte es dabei darum gehen, wie man den Schwerlastverkehr von zwei Bundesstraßen aus der Innenstadt fernhalten könnte. Als eine Möglichkeit stand dafür schon einmal die Verlängerung der Deutsch Kroner Straße zur kleinen „Umgehung“ und ihre Übergabe an den Bund im Raum. Doch das wird nicht ohne Weiteres möglich sein, meint Krage: „Die Deutsch Kroner Straße wurde mit Fördermitteln realisiert. Deren Zweckbindung muss erst einmal auslaufen, bevor eine Umwidmung möglich ist.“ Klingt alles so, als würde es noch ziemlich dauern bis zur verkehrsberuhigten Innenstadt.

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