MÜLL IM PEENETAL

Bürger machen mobil gegen Tierkadaver im Tal der Kraniche

Illegal entsorgter Müll in der Natur, Unrat im Stadtpark – immer wieder ist die Enttäuschung über diese Zustände groß, besonders wenn nebenan zahllose Kraniche ein herrliches Naturschauspiel bieten. Die Bürger der Region Peenetal wollen das nun selbst ändern.
Ulrike Rosenstädt Ulrike Rosenstädt
In den zurückliegenden Monaten wurde vor allem unweit der Schwinge viel illegal entsorgter Müll gefunden. Sogar Abfälle vom Hausschlachten waren dabei.
In den zurückliegenden Monaten wurde vor allem unweit der Schwinge viel illegal entsorgter Müll gefunden. Sogar Abfälle vom Hausschlachten waren dabei. Robert Junge
Die Loitzer Bürgermeisterin Christin Witt
Die Loitzer Bürgermeisterin Christin Witt Ulrike Rosenstädt
Gerade an den Verbindungswegen entlang der Schwinge liegt viel Müll herum.
Gerade an den Verbindungswegen entlang der Schwinge liegt viel Müll herum. Ulrike Rosenstädt
Die ersten Kraniche sind im Peenetal gelandet.
Die ersten Kraniche sind im Peenetal gelandet. Ulrike Rosenstädt
An den Feldrändern in Richtung Schwinge liegt derzeit wieder Plastikmüll herum.
An den Feldrändern in Richtung Schwinge liegt derzeit wieder Plastikmüll herum. Ulrike Rosenstädt
Loitz.

Die Idylle trügt. Im Schwingetal rasteten am Wochenende zahlreiche Kraniche auf den Feldern. Ihre Rückkehr kündigt das Frühjahr an. Eigentlich ist das ein Grund zur Freude. Allerdings wird der Blick auf sie getrübt durch allerlei Müll, der am Feldrand liegt.

Auch links und rechts von diesem Naturschauspiel, das die Kraniche bieten, blitzen in den Gräben immer wieder Papiertüten und leere Plastikflaschen auf. Vor allem am Verbindungsweg zwischen Mühlenkamp und Treuen liegt Etliches herum, was dort zweifelsfrei nicht hingehört.

Reste von toten Enten gefunden

Sich dessen durchaus bewusst, sind Mitglieder des Vereins Dorfkind derzeit dabei, einen Frühjahrsputz zu organisieren. „An dem sollen und können sich Kinder und Erwachsene beteiligen“, kündige Frauke Decker jetzt an. Die Leiterin des Görminer Mehrgenerationenhauses ist im Dorfkind Verein aktiv und nutzt gerade jede Chance, um Bewohner aus der Region für diese Aktion am 23. März zu mobilisieren.

Unterstützung erhält sie dabei auch von Robert Junge, der im Rahmen einer privaten Initiative bereits mehrmals Müll aus den Schwingegräben gesammelt hat. Dabei war die kleine Gruppe jüngst auf Schlachterabfälle gestoßen. Köpfe und Füße von toten Enten hatten für Entsetzen gesorgt und die Ordnungsbehörden auf den Plan gerufen.

Unterstützung von der Gemeinde

Nun gehen die Vereinsmitglieder im Vorfeld ihrer ersten gemeinsamen Müllsammelaktion nicht vom Schlimmsten aus, sie hoffen natürlich, dass sie nicht wieder auf solche Art von illegal entsorgtem Abfall stoßen. „Wir wollen gemeinsam mit den Kindern den Weg von Passow bis zur Peene, von dort zurück nach Görmin, die Strecke vom Trantower Leuchtturm auf dem Spielplatz runter zur Peene und schließlich den Verbindungsweg von der Bushaltestelle Treuen bis zur Bushaltestelle Mühlenkamp ablaufen und alles einsammeln, was nicht unter die Gebüsche und in die Gräben gehört“, kündigte Robert Junge vom Verein Dorfkind an. Los geht’s am 23. März um 9 Uhr.

Unterstützung für diese Aktion erhalten die Organisatoren schon jetzt von der Gemeinde Görmin: „Wir stellen unseren gemeindeeigenen Anhänger zur Verfügung und ich werde mich auch darum kümmern, dass der Müll, der aufgesammelt wurde, am selben Tag noch im Loitzer Baustoffhof abgeliefert werden kann“, stellte Bürgermeister Eckhart Zobel in Aussicht.

 

Wer mitmachen und noch mehr über die Gemeinschaftsaktion erfahren möchte, kann sich ab sofort unter der Rufnummer 039998 311 322 oder per Mail unter info@peene-dorfkind.de melden.

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Kommentare (1)

Das ist nicht nur dort so. Überall gibt es solche Dreckecken. Da werden ganze leerstehende Häuser mit Müll und Sondermüll! vollgemacht. Alte DDR „Mülldeponien“ auf dem Dorf wieder aktiviert. Zu faul den eigenen Müll zum Annahmehof zu bringen! Da liegt Eisen, Glas, zerbrochene Flaschen am offiziellen Wanderweg, und keinen interessiert es. Selbst die Gemeinde guckt weg. Der Bürgermeister fährt da jeden Tag vorbei...und guckt auch vorbei! Nichts passiert. Für einen alleine nie zu bewältigen.
Für andere ist es ja bequem so eine „Mülldeponie“ vor der Tür zu haben. Wer es mag.......
Schade aber drum. Und es besteht doch auch Verletzungsgefahr für Kinder und Tiere...