GASTRONOMIE IN DEMMIN

Burger-Mann trotzt dem Bratwurst-Hunger der Vorpommern

Seit drei Jahren hält sich der mobile Burgerladen bereits in Demmin. Dabei hat er es gar nicht so leicht in der Hansestadt.
Sophia Brandt Sophia Brandt
Björn Schwahn hat sein Hobby zum Beruf gemacht.
Björn Schwahn hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Sophia Brandt
So sieht der Double Trouble Burger mit zwei Mal 100 Gramm Fleisch aus.
So sieht der Double Trouble Burger mit zwei Mal 100 Gramm Fleisch aus. Sophia Brandt
Demmin.

„Ich hätte gerne eine Bratwurst“, sagt ein Mann, der aus dem Supermarkt kommt zu Björn Schwahn. „Ich auch, bringen sie mir eine mit“, antwortet er und schmunzelt. Solche Anfragen ist der Chef des mobilen Burgerladens „B’s Burger“ schon gewohnt. Doch sein Angebot unterscheidet sich bewusst von dem vieler anderer Imbisswagen.

Für viele Demminer ist sein Geschäft immer noch eine Neuheit, obwohl er seit drei Jahren auf verschiedenen regionalen Veranstaltungen seine selbstgemachten Burger und Hotdogs anbietet. Er war unter anderem auf dem Demminer Weihnachtsmarkt. Außerdem ist er mit seinem Wagen immer dienstags ab 11 Uhr vor dem Netto in der Jarmener Straße anzutreffen, donnerstags am Kaufland und ab April auch in der Baumannstraße 13a.

Viele Leute bei neuen Angeboten skeptisch

Eine Bratwurst gibt es bei Schwahn nicht, aber dafür zum Beispiel den „Huckleberry“-Burger. „Den gibt es noch so lange, bis die Soße leer ist“, sagt er. Auch das ist Teil des Konzeptes: Manche Burger gibt es nur für gewisse Zeit – außer sie sind sehr beliebt. Dann kann es sein, dass sie ins Sortiment übernommen werden oder öfter zur Auswahl stehen.

Der „Huckleberry“ besteht zum Beispiel aus Smoky-Paprika-Mayo, Rucola, Ziegenkäse, Fleisch, Speck, Brötchen und einer Heidelbeer-Chipotle-BBQ-Soße. Das ist schon etwas ausgefallen, weiß Schwahn, aber: „Man muss sich auch mal was trauen“, fügt er hinzu. Trotzdem seien viele Leute oft skeptisch bei neuen Angeboten. Ganz nach dem Motto: „Was der Bauer nicht kennt...“, fügt er hinzu.

Zubereitung braucht viel Vorbereitungszeit

Über die Mittagszeit stehen allerdings immer viele Leute bei ihm an. 100 Gramm Fleisch gibt es bereits auf dem „Bambini“-Burger, die normalen Burger haben 170 Gramm zwischen den frischen Brötchen. Das Medium-Fleisch kommt gut an und auch das frische Gemüse, direkt aus Schwahns Garten. Auch die Soßen macht er alle selbst. Das Fleisch würde er gerne aus einem Bio-Laden beziehen, doch ihm ist kein Laden in der Nähe bekannt, der das Fleisch in den Massen produziert, die er benötigt.

Die Zubereitung der Burger beansprucht viel Vorbereitungszeit, weshalb der Wagen nur alle zwei Tage geöffnet werden kann. Um seine Leidenschaft ausleben zu können, hat Schwahn im vergangenen Jahr sogar seinen Laden für Autoteile aufgegeben. Trotzdem würde er seinen Job nicht eintauschen wollen. „Wenn ich die Burger mache, braucht mich keiner anzusprechen, da versinke ich in meiner Arbeit“, sagt Schwahn.

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Kommentare (4)

Vielleicht sollte er es einfach mal mit "Bulette" statt Burger auf seiner Speisekarte versuchen. :-)

Von mir aus kann er alles anbieten , nur ein wenig abwechslung sollte schon sein. Jeden tag den burgerfraß wo man maulsperre bekommt - nein danke! Original thüringer bratwürste wird er eh nicht anbieten können......nur nachgemachte nicht essbare doubletten.

- ein Double-Trouble-Burger - sind die von Ärzten empfohlene Höchstmenge. Pro Woche!

die fetteste Landesbevölkerung Deutschlands auch nicht mehr fetter...wait....