ZWÖLF MITARBEITER INFIZIERT

Corona-Ausbruch lähmt die Stadtverwaltung

Nach einem größeren Corona-Ausbruch ist die Demminer Stadtverwaltung quasi im Notbetrieb. Die Bürgermeisterwahl soll trotzdem stattfinden.
Bereits vor Ostern hatte die Demminer Stadtverwaltung mit Corona-Fällen in den eigenen Reihen zu tun. Jetzt ist das vorl&
Bereits vor Ostern hatte die Demminer Stadtverwaltung mit Corona-Fällen in den eigenen Reihen zu tun. Jetzt ist das vorläufige Ausmaß des Ausbruchs im Rathaus klar. Karsten Riemer
Demmin ·

Von der dritten Corona-Welle bleibt auch die Hansestadt nicht verschont. Im Gegenteil: Das Virus ist mit aller Macht zurück und hat die Verwaltung vorübergehend nahezu lahmgelegt.

Bereits Anfang vergangener Woche musste die Stadt diesbezüglich einen kleinen Schock hinnehmen. Mehrere Infektionen waren im Rathaus festgestellt worden. Über zehn Mitarbeiter wurden in Quarantäne geschickt, hieß am Dienstag vor Ostern.

Ausschusssitzungen abgesagt

Eine Woche später steht das volle Ausmaß der Ansteckungen fest. „Zwölf Personen im Rathaus gelten derzeit als Infizierte“, so der stellvertretende Bürgermeister Ronny Szabó. 13 neue Fälle wurden für die Hansestadt seitens des Kreises im Zeitraum 30. März bis 5. April insgesamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 123.

Dazu kommen sechs Personen in der Verwaltung, die sich aktuell in Quarantäne befinden. Zwar liegt über den einzelnen Gesundheitszuständen der Mantel des Schweigens. Vorsichtige Entwarnung bezüglich der Infizierten gibt es dennoch. „Sie befinden sich in der privaten Häuslichkeit“, sagt Szabó.

Für die tägliche Arbeit der Verwaltung bedeutet das aber selbstredend herbe Einschnitte – vor allem in den ersten Tagen nach Bekanntwerden des Ausbruchs. „Jetzt entspannt sich aber allmählich die Lage und unsere Maßnahmen, um ein Aufrechterhalten der Verwaltung sicherzustellen, tragen Früchte“, sagt er.

Die Auswirkungen in der Stadt bleiben dennoch unübersehbar. Dabei trifft es auch die politischen Gremien. Im Monat April wird vorsorglich auf die geplanten Ausschusssitzungen in dieser und der kommenden Woche verzichtet. Wirtschafts-, Stadtentwicklungs-, sowie Hauptausschuss sind damit vom Tisch.

Wahl bisher nicht in Gefahr

Doch nicht nur die Treffen der Stadtpolitiker sind fest für den April angesetzt. Ein weiteres Datum steht diesen Monat dick im Kalender der Stadt. Denn am 25. April sollen die Demminer den Nachfolger von Bürgermeister Michael Koch wählen. Zweieinhalb Wochen sind es bis dahin noch. Ein denkbar ungünstiges Zeitfenster für eine Infektionslage dieser Größenordnung.

Von den Plänen zur Wahl will die Hansestadt trotzdem nicht abweichen. „Nach derzeitigem Stand ist die Wahl nicht in Gefahr und soll planmäßig durchgeführt werden“, so Szabó. Heißt: Ihr Kreuz können die Demminer in jedem Fall machen. Im Zweifel eben per Brief. Eine Möglichkeit, auf die die Stadt nochmal explizit hinweist.

Welche Kreise das derzeitige Pandemiegeschehen aus dem Demminer Rathaus noch ziehen wird, ist indes offen. Denn klar ist: Auch wenn die beiden Verwaltungsgebäude für den Publikumsverkehr grundsätzlich geschlossen sind, lassen sich nicht alle Termine vermeiden. Zudem sind die Homeoffice-Möglichkeiten eher beschränkt.

Doch was unvermeidbare Kontakte angeht, hat die Stadt vorgesorgt. „Die Daten von terminierten Besuchen im Rathaus wurden tagesaktuell aufgenommen“, sagt er. Bei der Kontaktverfolgung verweist die Stadt allerdings auf das Gesundheitsamt. Dieses habe jedoch nach Ansicht der Stadt bisher sehr effizient gearbeitet.

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Kommentare (3)

Durch vorbildliches Verhalten und Befolgung der AHA Regeln wohl nicht!

und stundenlanger Aufenthalt.

Bestimmt durch konsequentes Homeoffice passiert.