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Da hilft kein Schleichweg: Land macht Straße dicht

VonKirsten GehrkeEs ist bloß eine kleine Sperrung auf der L271, doch sie hat eine große Wirkung: Die Einheimischen müssen kilometerlange Umwege in Kauf ...

VonKirsten Gehrke

Es ist bloß eine kleine Sperrung auf der L271, doch sie hat eine große Wirkung: Die Einheimischen müssen kilometerlange Umwege in Kauf nehmen. Genauer: bis zu 24 Kilometer.

Hohenmocker/Hohenbüssow.Am übelsten trifft es die Peeseliner: Sie kommen derzeit nicht mehr über die L271 nach Demmin, denn die L271 ist ab dieser Stelle seit dieser Woche voll gesperrt. Offiziell können die Peeseliner ihr Dorf damit nur noch Richtung Burow verlassen. Mit dem Pkw gibt es zumindest den Alternativ-Weg über Gnevkow. Der ist zwar länger, aber wesentlich kürzer als die offizielle Umleitung über Burow. Die wäre 40 Kilometer lang – statt normalerweise 16.
Die Sperrung ist unumgänglich, sagt Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow. Auf etwa einem Kilometer kann nicht wie geplant eine Umgehung angelegt werden. Wegen des Untergrunds wären sonst die Kosten erheblich in die Höhe geschnellt. So müssen die Fahrer aus Tentzerow, Hohenmocker und Peeselin mit der Sperrung leben. Sonst kurze Wege zwischen den Orten werden nun sehr lang. Querverbindungen gibt es nicht, bestenfalls Schleichwege, die nur per Rad passierbar sind.
Bis zum 29. Juni sollen die Arbeiten auf dem Abschnitt vom Naturdenkmal Eiche Tentzerow bis zur zweiten Ausfahrt Peeselin dauern. „Die Zufahrt nach Tentzerow ist dann nur noch aus Richtung Hohenmocker möglich“, so Normann. Die große Umleitung erfolgt über die Landesstraße L27 von Demmin in Richtung Beggerow, Törpin bis Altenhagen und von dort auf die L272 über Gültz und Seltz nach Burow zur L35, die weiter nach Altentreptow und Neubrandenburg oder Greifswald verläuft. Vor allem Laster sollten sich an die Route halten, weil es auf den meisten Abkürzungen, die Ortskundige kennen, Tonnage-Limits gibt.
Pkw könnten von Hohenmocker über Tentzerow, Hohenbüssow, Golchen auf die L35 gelangen, umgekehrt geht das auch. Von Demmin kann man über Tützpatz direkt nach Altentreptow auf der L27 fahren. Eine dritte Möglichkeit wäre von Hohenmocker über Sarow nach Törpin zur L 27. Die Vollsperrung hat aber auch ihr Gutes. Wie Ronald Normann erklärt, könnten dadurch die Bauzeit um drei Monate verkürzt und erheblich die Kosten gesenkt werden. Der voraussichtliche Fertigstellungstermin wäre dann der 31. August. Zunächst hieß es, dass bis November der Bau der Strecke von Letzin-Siedlung bis Hohenmocker dauern würde. Normann bittet um Verständnis für die neuerlichen Einschränkungen.