Gestatten, das ist der Neue: Mit der Schnellangriffseinrichtung und den 1000 Litern Wasser an Bord verfügt die Alt Tellin
Gestatten, das ist der Neue: Mit der Schnellangriffseinrichtung und den 1000 Litern Wasser an Bord verfügt die Alt Telliner Feuerwehr ab sofort über deutlich mehr Schlagkraft. Stefan Hoeft
Mehr als vier Jahrzehnte hat der Mercedes bereits auf dem Buckel, den die Alt Tellin nach der Wende gebraucht für ihre Fe
Mehr als vier Jahrzehnte hat der Mercedes bereits auf dem Buckel, den die Alt Tellin nach der Wende gebraucht für ihre Feuerwehr kauften. Da passte der Löschangriff mit der Kübelspritze gut ins Bild. Stefan Hoeft
Brandschutz

Das neue Feuerwehr-Auto kann so viel mehr

Der neue Einsatzwagen wurde er bei einem kleinen Fest offiziell in Dienst gestellt. Samt einer Vorführung, die den Unterschied zum Vorgänger deutlich machte.
Alt Tellin

Auch wenn der Aufbau einer Hüpfburg wegen der schlechten Wetterprognosen abgesagt wurde, ging es am Sonnabend doch ziemlich hitzig auf dem Alt Telliner Sportplatz zu und gab es Grund zu großer Freude. Denn da nahm die örtliche Löschgruppe offiziell ihr neues Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) in Dienst. Voll bestückt mit Ausrüstung für den Grundbedarf in Sachen technische Hilfeleistungen und Brandbekämpfung, vor allem aber mit einem 1000-Liter-Wassertank an Bord und einer passenden Hochleistungspumpe.

Keinesfalls nur für die Gemeinde, sondern den gesamten Amtsbereich Jarmen-Tutow ein Zeitensprung in Sachen Sicherheit an dieser Stelle der Region. Schließlich befindet sich dort einer der wenigen Tollense-Übergänge, und auf der anderen Seite stehen die nächsten Wehren erst im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Erster neuer Einsatzwagen überhaupt

Wohl auch deshalb machten zu diesem Anlass nicht nur Bürgermeister Frank Karstädt und seine Amtskollegin Elke Hempel aus Kruckow, deren Feuerwehr seit einigen Jahren die Nachbargemeinde partnerschaftlich unter ihre Fittiche genommen hat, ihre Aufwartung. Auch Kartlows Pastorin Silke Kühn, die das Auto und seine Besatzung segnete, der Peenestädter Verwaltungschef André Werner sowie der CDU-Landesvorsitzende und hiesige Landtagsabgeordnete Franz-Robert Liskow schauten vorbei. Zumal Letzterer mit seiner Unterstützung beim Einwerben von Fördermitteln in Schwerin dafür gesorgt hatte, dass im Ortsteil Buchholz ein Löschteich gebaut werden konnte.

Das TSF-W indes wurde großteils aus dem 2019 von Mecklenburg-Vorpommern aufgelegten Programm „Zukunftsfähige Feuerwehren“ finanziert. In diesem Fall trägt das Land 70 Prozent der 160.900 Euro Kosten, so der Kruckow-Schmarsower Wehrführer Ricardo Kobernuhs. Vom verbleibenden Eigenanteil übernimmt seine Kommune 29.600 Euro, Alt Tellin die übrigen 18.700 Euro. Und bekommt dafür in dieser Region den ersten fabrikneuen Einsatzwagen überhaupt in der Nachkriegsgeschichte. Übrigens obendrauf noch mit einem hydraulisch ausfahrbaren Lichtmast versehen.

Was dieser Fahrzeugwechsel für einen Qualitätssprung in Sachen Brandschutz mit sich bringt, demonstrierte die Truppe auf etwas humoristische Weise bei einer Löschvorführung. Da kamen erst der mehr als vier Jahrzehnte alte Mercedes und die an Bord befindliche Kübelspritze zum Einsatz, die nach zehn Litern wie ihre Bedienung wortwörtlich ausgepumpt war, dann sein Nachfolger vom Typ Iveco. Mit dessen Wasservorrat und Schnellangriffseinrichtung die Männer die Flammen innerhalb weniger Sekunden erstickten.

Der Demmin-Überblick per Mail

Was gibt's Neues im Demminer Land? Unsere Reporter fassen wöchentlich die wichtigsten Nachrichten und Geschichten für Sie in unserem kostenlosen Newsletter zusammen. Jetzt schnell anmelden!

zur Homepage